Archiv für September 2008

“Siam Park” auf Teneriffa eröffnet

17. September 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Wie das Nachrichtenmagazin Focus in seiner heutigen Online-Ausgabe berichtet hat auf Teneriffa der “Siam Park“ eröffnet. Der “Siam Park“ im Süden Teneriffas an der Costa Adeje ist der größte Wasserpark in Europa und nimmt eine Fläche von stattlichen 185.000 m² ein. Der “Siam Park“ wurde von einem namentlich nicht genannten Architekten aus Thailand entworfen, der nicht nur sehr viele Baumaterialien aus seiner Heimat verwenden ließ, sondern offensichtlich auch beim Ambiente Wert auf ein fernöstliches Erscheinungsbild legte.

 

Die Bauarbeiten am “Siam Park“ auf Teneriffa zogen sich über insgesamt sechs Jahre, die Eröffnung musste aufgrund von Verzögerungen bereits mehrfach neu terminiert werden. Das Baugelände an der Costa Adeje erwies sich als äußerst schwierig, was in erster Linie ursächlich für die lange Bauzeit war. Größere Mengen an Vulkangestein mussten zunächst aus dem Weg geräumt werden, bevor der wüstenartige Boden für den Bau des “Siam Park“ bereitet werden konnte. Wie man am Ergebnis sehen kann, haben sich die Mühen jedoch gelohnt.

 

Zu den Hauptattraktionen im “Siam Park“, der alle Altersgruppen ansprechen soll, gehören eine Wellenbad und eine sogenannte Kamikaze-Rutsche, die auf einer Länge von 28 Metern höchste Geschwindigkeiten ermöglicht. Rund um das Wellenbad, das bis zu 3 Meter hohe Wellen erzeugt, wurde ein künstlicher Sandstrand angelegt. Neben all diesen aufregenden Attraktionen soll der “Siam Park” aber auch Ruhe und Entspannung bieten, wie die Betreiber ausdrücklich betonen.

Bootsmesse “Interboot 2008″ in Friedrichshafen am Bodensee

16. September 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Die Tourismus-Region Bodensee wartet ab dem kommenden Wochenende mit der 47. Auflage der weit über die Bundesgrenzen hinaus bekannten Boots-Messe “Interboot“ auf. Die “Interboot“ wird am Samstag, 20.09., eröffnet, als Partnerland wird in diesem Jahr Kuba mit von der Partie sein. Bereits jetzt wurde im Rahmen einer Pressekonferenz Kuba als Partnerland sowie das dazu passende Interboot-Motto “Das pure Vergnügen“ vorgestellt. Die Präsentation fand im Beisein von Messe-Geschäftsführer Klaus Wellmann, Isabel Docampo (Direktorin im kubanischen Fremdenverkehrsamt) und dem Vertreter der kubanischen Botschaft in Deutschland, Roberto Infante, statt.

 

Die “Interboot“ hat nicht nur eine lange Tradition, sondern hat im Veranstaltungskalender der Städte rund um den Bodensee ihren festen Platz. Darüber hinaus würden auf der “Interboot“ fast jedes Jahr entscheidende Trends für die internationale Branche gesetzt, wie Wellmann nicht ohne Stolz betont. Für dieses Jahr haben nicht weniger als 544 Aussteller aus insgesamt 26 Ländern ihre Teilnahme an der “Interboot“ in Friedrichshafen zugesagt. Seit Jahren wird der Bodensee von allen Seiten als idealer Austragungsort einer solchen Messe gelobt. Diesen Vorschusslorbeeren will man seitens der Messegesellschaft auch in diesem Jahr wieder in vollem Umfang gerecht werden.

 

Das Programm der “Interboot“ sieht in diesem Jahr einige sportliche Wettbewerbe auf dem Wasser vor. In diesem Zusammenhang passt das Partnerland Kuba wohl sehr gut zur diesjährigen “Interboot 2008“ in Friedrichshafen. Kuba hat es sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren zu einer der führenden Wassersport-Destinationen aufzusteigen.   

Deutsche Firma schützt Atatürk-Mausoleum in Ankara

15. September 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Die Behörden in der Türkei sind offenbar in Sorge um das Atatürk-Mausoleum in der Hauptstadt Ankara. Daher soll sich nun eine Firma aus Deutschland, die sich auf Veredelung von Bauwerken durch Oberflächenbehandlung spezialisiert hat, um den langfristigen Erhalt des Mausoleums zu Ehren des türkischen Staatsgründers kümmern. Das Atatürk-Mausoleum wurde im Jahr 1953, also 15 Jahre nach dem Tod Atatürks, in Ankara erbaut und besteht aus mehreren Museen.

 

Bei dem Verfahren geht es darum, die Oberfläche von Gebäuden oder anderen  schützenswerten Objekten mit flüssigem Siliziumoxid zu versiegeln. Dazu wird eine hauchdünne Schicht des Siliziumoxids auf das zu schützende Objekt aufgetragen, wie Sascha Schwindt, Geschäftsführer der Nanopool GmbH, erklärt. Bei Siliziumoxid handelt es sich im Grunde um Quarzsand.

Im Atatürk-Mausoleum in Ankara wurden bisher die Löwenstraße sowie weitere Skulpturen und Säulen versiegelt, die aus besonders empfindlichem weißem Kalkstein erbaut wurden. Damit sind die Arbeiten am Atatürk-Museum jedoch noch lange nicht abgeschlossen, insgesamt wartet eine Fläche von rund 750.000 m² darauf, von den Spezialisten aus Deutschland versiegelt und damit vor Schmutz und sonstigen Beschädigungen bewahrt zu werden.

 

Halil Eskici, der das Projekt auf türkischer Seite hauptverantwortlich leitet und ansonsten als Archäologe an der Universität Izmir tätig ist, zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf der Arbeiten sehr zufrieden. Das hier verwendete Verfahren sei dazu geeignet, die hohen Erwartungen der türkischen Behörden an den Schutz ihrer archäologischen Schätze zu erfüllen, wie Eskici betont. Neben dem Atatürk-Mausoleum sollen noch bis zu 130 weitere Objekte in allen Teilen der Türkei mit Siliziumoxid versiegelt werden.  

Stadt Linz wil Traditions-Gasthaus an der Donau kaufen

13. September 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Das Gasthaus “Donautal“ in Linz zählt zu den ältesten und traditionsreichsten Gasthäusern überhaupt, die entlang der Donau auf ihrem Weg von der Donauquelle bis zum Schwarzen Meer zu finden sind. Doch aller Tradition zum Trotz steckt das direkt am Flussufer gelegene Gasthaus “Donautal“ gegenwärtig in einer tiefen Krise. Das “Donautal“ ist seit über 150 Jahren im Besitz der aus Linz stammenden Familie Kirchmayr. Aktueller Eigentümer ist der 64-jährige Richard Kirchmayr, der das “Donautal“ allerdings nicht selbst betreibt, sondern das Gasthaus verpachtet bzw. dies gerne tun würde.

 

Seit der Erstverpachtung im Jahre 1984 ging es mit dem Gasthaus “Donautal“ stetig bergab. Der traurige Tiefpunkt wurde dann vor zwei Jahren erreicht, als die bisher letzten Pächter Insolvenz anmelden mussten, seither steht das “Donautal“ leer. Ein Zustand, den die Stadt Linz nun gerne geändert wissen würde. Daher trat die Stadt Linz an Kirchmayr heran, der seinen Lebensunterhalt mit einem Antiquitätenladen in der Stadt verdient, um das “Donautal“ zu kaufen. Weitere Gasthäuser, z.B. das “Pöstlingsbergschlössl“, wurden von der Stadt Linz in der Vergangenheit ebenfalls gekauft und wieder auf Vordermann gebracht.

 

Das Problem dabei ist allerdings, dass Kirchmayr nicht sonderlich gut auf die Stadtoberen in Linz zu sprechen ist, seit diese vor einigen Jahren den Abriss eines Anbaus des Gasthauses “Donautal“ veranlasst hatten. Zudem sei das erste Angebot seitens der Stadt weit von dem entfernt gewesen, was eine gesunde Verhandlungsbasis darstelle, wie Kirchmayr ergänzt. Es dürfte also noch etwas Wasser die Donau hinabfließen, bevor wieder Leben in das Gasthaus “Donautal” einkehren wird.

Deutsche Touristen in Frankreich sehr beliebt

12. September 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Deutsche Touristen sind offenbar um einiges besser als der Ruf, der ihnen mancherorts vorauseilt, dies gilt flächendeckend zumindest für Frankreich. Nicht nur, dass Deutschland mit jährlich bis zu 15 Millionen Touristen das mit Abstand größte Kontingent in diesem Bereich stellt, die deutschen Touristen sind bei ihren französischen Gastgebern offenbar auch sehr viel beliebter als Touristen aus anderen Ländern, wie aktuelle Umfragen belegen.

 

Zu den bei deutschen Touristen bevorzugten Urlaubsregionen in Frankreich zählen erwartungsgemäß die Destinationen entlang der Atlantikküste, der Côte d´Azur sowie Korsika. Etwas überraschender ist hingegen die Erkenntnis, dass es sich viele Deutsche auch im Landesinneren, also fernab des Meeres, gut gehen lassen. Die Vorzüge liegen dabei auf der Hand. In der Provence geht es in der Regel ruhiger zu als in den touristischen Hochburgen an der Küste, die lockere französische Lebensart überträgt sich dabei sehr viel einfacher auf die Touristen.

Aber egal in welchem Teil Frankreichs der Urlaub stattgefunden hat, wer einmal in Frankreich war, kommt gerne wieder.

 

Ein Sprecher des französischen Tourismus-Ministeriums versucht die Beliebtheit der deutschen Touristen bei seinen Landsleuten wie folgt zu erklären. Für die Franzosen sei es ein großes Kompliment, dass die Deutschen trotz der wirtschaftlich allgemein schwierigen Lage nach wie vor in großer Zahl den Weg über den Rhein finden. Andererseits schätze man in Frankreich den hohen Anspruch der Deutschen, der dem der Franzosen sehr ähnlich sei, so der Ministeriums-Sprecher.