Archiv für November 2008

“The Palm Jumeirah” in Dubai feierlich eröffnet

21. November 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Mit einem beispiellosen Feuerwerk begannen am gestrigen Abend in Dubai die Feierlichkeiten zur Eröffnung der künstlich angelegten Insel “The Palm Jumeirah“. Die Gastgeber ließen sich auch bei der Auswahl ihrer Gäste nicht lumpen und luden 2.000 Persönlichkeiten aus Film, Fernsehen, Musik, Adelsgeschlechtern und Sport ein. Das palmenförmige Eiland im Golf von Dubai verlängert die Küstenlinie des arabischen Emirats um rund 100 Kilometer und nahm sieben Jahre Bauzeit in Anspruch. Für die Aufschüttung der ersten von insgesamt fünf geplanten Inseln wurden mehr als 100 Millionen Kubikmeter Gestein und Erde benötigt, die von bis zu 40.000 Arbeitern täglich vor der Küste Dubais verteilt wurden.

 

Das Feuerwerk stammt aus den Händen von Phil Grucci, in dessen Familie die Pyrotechnik eine lange Tradition hat. Der Italiener zeichnete unter anderem auch für das Feuerwerk zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking verantwortlich und genießt weltweit ein hohes Ansehen. Beim Gala-Diner in den Räumen des Hotels “Atlantis The Palm“, das gestern ebenfalls eröffnet wurde, bekam die illustre Gästeschar unter anderem 1.000 Wachteleier, 5.000 Sushis, 4.000 Austern, 50 kg Gänseleber und 1,7 Tonnen Hummer aufgetischt. Die Eröffnungsfeier der “Palm Jumeirah“ dauert noch bis zum heutigen Abend und wird künftig zu einer der ersten Adressen im Bereich des Luxus-Tourismus gehören.

 

Aus Hollywood gaben sich Robert De Niro, Denzel Washington und Charlize Theoron die Ehre. Boris Becker und Michael Jordan, beides Legenden ihres jeweiligen Sports, wurden ebenso am Roten Teppich des “Atlantis The Palm“ auf der “Palm Jumeirah“ gesichtet wie die Herzogin von York Sarah Ferguson und zahlreiche Mitglieder des Königshauses von Dubai.  

Hotel “Les Trois Rois” in Basel mit zwei Michelin-Sternen

20. November 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Das Hotel “Les Trois Rois“ in Basel darf sich seit einigen Tagen mit dem zweiten Michelin-Stern schmücken. Zusammen mit den fünf Hotel-Sternen steigt das am Rheinufer gelegene Hotel damit in den elitären Kreis der 7-Sterne-Hotels auf. Neben den beiden Michelin-Sternen kann das Team um Küchenchef Peter Knogl zudem auf 18 Gault-Millau-Punkte verweisen, womit das “Cheval Blanc“, so der Name des gastronomischen Teils des Hotels, die beste Adresse für Gourmets in Basel darstellt.

 

Neben der Geschäftsleitung des Hotels “Les Trois Rois“ und Knogl selbst, zeigte sich auch Edith Zweifel von der Tourismusorganisation Schweiz Tourismus sehr erfreut über die guten Nachrichten aus Basel. Nicht ohne Stolz verweist die Tourismusexpertin auf die Tatsache, dass die Schweiz mit rund 100 Michelin-Sternen im Verhältnis zur Einwohnerzahl europaweit am häufigsten in den Genuss dieser begehrten Gourmet-Auszeichnung kommt. Im Westen der Schweiz, wo es besonders viele Michelin-Sterne zu verzeichnen gibt, sind auch die beiden einzigen Restaurants des Landes zu finden, die es sogar auf drei Michelin-Sterne bringen.

 

In Basel ist das Restaurant “Cheval Blanc“ allerdings das einzige Restaurant mit zwei Michelin-Sternen. Dahinter folgen mit dem “Quatre Saisons“, “Teufelhof“ und “Stucki Bruderholz“ noch drei weitere Häuser, die mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurden. Die Schweiz und insbesondere Basel werden auch in Zukunft zu den ersten Adressen im Bereich Gourmet-Tourismus gehören.

Pfahlbauten am Bodensee bald Weltkulturerbe?

19. November 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Der Bodenseeraum einschließlich der Alpen ist unter anderem auch für seine zahlreichen Pfahlbauten bekannt, die in den Uferregionen der jeweiligen Seen als Behausungen errichtet wurden. In Unteruhldingen am Bodensee beschäftigt sich sogar ein ganzes Museum mit der Kunst des Pfahlbaus, der in allen sechs Alpenländern vor Jahrhunderten weit verbreitet war. Dort sind auch noch einige sehr gut erhaltene Siedlungsreste dieser Pfahlbauten zu bewundern, die erahnen lassen, wie die Bauwerke einst wohl ausgesehen haben. Nach Angaben der Museumsdirektion in Unteruhldingen sind heute bis zu 750 Pfahlbausiedlungen im gesamten Alpenraum bekannt, wobei alleine der Bodensee mehr als 100 Fundstellen ausweist.

 

Das Land Baden-Württemberg bereitet nun in Zusammenarbeit mit dem Pfahlbau-Museum in Unteruhldingen einen Antrag auf die Aufnahme ins Weltkulturerbe der UNESCO vor, um diesen Bauwerken die angemessene Bedeutung zukommen zu lassen. Ernst Pfister, Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg, hebt vor allem die touristische Bedeutung des Titels Weltkulturerbe der UNESCO für den Bodensee- und Alpenraum hervor und hofft auf einen positiven Bescheid der zuständigen Kommission.

 

Da im Pfahlbau-Museum in Unteruhldingen nur einige exemplarische Ausstellungsstücke gezeigt werden, befinden sich die meisten Pfahlbauten noch an ihren ursprünglichen Plätzen in den Seen und Mooren rund um den Bodensee bzw. in den Alpen. An diesen Plätzen sollen die Pfahlbauten unabhängig von der Entscheidung der UNESCO auch in Zukunft bleiben, da sich die Bauwerke ausnahmslos in sehr gutem Zustand befinden und keiner Gefahr durch Verwitterung oder ähnliche Umstände ausgesetzt sind.

Reiseziel USA in Deutschland wieder beliebter

18. November 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Die USA werden als Reiseziel bei Touristen aus Deutschland wieder beliebter als dies in den vergangenen Jahren der Fall war. Bis Ende des Jahres rechnen die deutschen Reiseveranstalter mit rund 1,8 Millionen Urlaubern, die von Deutschland aus den Weg über den großen Teich ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten finden werden. Die Reiseveranstalter haben auch schon zwei Hauptgründe für den Aufschwung im Bereich der USA-Reisen ausgemacht, der damit der allgemein eher schwierigen Lage am Reisemarkt entgegenzuwirken scheint. Nachdem der aus deutscher Sicht günstige Dollarkurs Reisen in die USA schon in den vergangenen beiden Jahren 2006 und 2007 sehr erschwinglich gemacht hat, hat die USA mit Barack Obama künftig wieder einen Präsidenten, der auch in Deutschland viele Sympathien genießt, was vom noch amtierenden Präsidenten George W. Bush nicht behauptet werden kann.

 

Für das Jahr 2009 nehmen die deutschen Reiseveranstalter nun die aus dem Jahr 1999 datierende Rekordmarke von 1,984 Millionen USA-Touristen aus Deutschland ins Visier. Die Voraussetzungen hierfür scheinen dank des Dollarkurses und der hierzulande herrschenden “Obamania“ so günstig wie nie zu sein, so dass selbst die 2-Millionen-Schallmauer nicht unerreichbar scheint. Dass politische Entscheidungen durchaus Auswirkungen auf das allgemeine Reiseverhalten in den USA haben können, belegt der Einmarsch der US-Streitkräfte in den Irak im Jahr 2003, der weltweit heftige Proteste zur Folge hatte. Mit nur 1,18 Millionen Touristen aus Deutschland bekamen die USA und George W. Bush umgehend die Quittung für ihr Vorgehen im Irak ausgehändigt.

Tel Aviv vermeldet neuen Besucherrekord

17. November 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

In den meisten touristischen Destinationen in aller Welt scheinen die Auswirkungen der globalen Finanzkrise den Hoteliers das Geschäft zu vermiesen. Unterdessen zeigt sich Tel Aviv an der israelischen Mittelmeerküste von dem allgemeinen Tief am Reisemarkt scheinbar unbeeindruckt und vermeldet schon jetzt, sechs Wochen vor Jahresende, einen neuen Besucherrekord. Das Reisejahr 2008 stellt damit sogar das bisher unangefochtene Rekordjahr 2000 weit in den Schatten, als Israel und insbesondere Tel Aviv von sehr vielen christlichen Pilgern profitierten, die dem damaligen Papst Johannes Paul II. ins Heilige Land folgten.

 

Eli Ziv sprach als Vertreter des Hotelverbands von Tel Aviv von einem Zuwachs der Besucherzahlen in seiner Stadt von mehr als einem Drittel – gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2000 versteht sich. Im Namen seiner Kollegen dankte Ziv vor allem den Touristen aus Russland und Deutschland, die seit Jahren immer häufiger den Weg nach Tel Aviv fänden. Ziv führt diese positive Entwicklung nicht zuletzt auch auf die guten diplomatischen Beziehungen zurück, die Israel seit mehreren Jahren mit den genannten Ländern unterhalte.

 

Im Vorjahr hatte der Tourismus in Israel und Tel Aviv unter den politischen Ränkespielen im Zusammenhang mit dem zweiten Libanon-Krieg zu kämpfen. Der Einmarsch der israelischen Armee im benachbarten Libanon war weltweit auf massive Ablehnung gestoßen, was schließlich auch in den touristischen Statistiken des Landes seinen Niederschlag fand.