Archiv für Dezember 2008

Mexiko investiert in den nationalen Tourismus

06. Dezember 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Die mexikanische Regierung hat in diesen Tagen ihre Beratungen für den Haushalt 2009 zum Abschluss gebracht und dabei unter anderem eine deutliche Erhöhung der Budgets für die Sparten Tourismus und Transport beschlossen. So soll das Ministerium für Tourismus im kommenden Jahr mit umgerechnet rund 233 Millionen Euro (4 Milliarden Peso) berücksichtigt werden, während das Transportministerium ebenfalls einen Peso-Betrag in Milliardenhöhe zur Verfügung gestellt bekommt. Der Jahresetat des Tourismusministeriums erhöht sich damit gegenüber dem Vorjahr um fast ein Fünftel.

 

Damit reagiert Mexiko auf die schlechtesten Umsatzzahlen in den wichtigsten Tourismuszielen seit sechs Jahren, die im Oktober verzeichnet werden mussten. Das Tourismusministerium ist sich auch schon über die Verwendung seiner Haushaltsmittel im Klaren. Mit 1,6 Milliarden Peso sollen direkt für Tourismusprojekte in ganz Mexiko unterstützt werden. Die restlichen 2,4 Milliarden Peso sollen jeweils zur Hälfte in die Tourismuswerbung und den Nationalfonds zur Förderung des Tourismus fließen. Das Ministerium für Transport wird das zur Verfügung gestellte Geld vor allem in die Flughäfen, Hochseehäfen und Straßen investieren, was dem Tourismus in Mexiko ebenfalls zugute kommen sollte.

 

Der Tourismus in Mexiko generierte dem Staat in Mittelamerika im Jahr 2007 Einnahmen in Höhe von knapp 13 Milliarden Peso, womit der Tourismus nach dem Export, dem Mineralölgeschäft und Familienüberweisungen aus den USA die viertwichtigste Devisenquelle des Landes darstellt. Darüber hinaus hängen in Mexiko zahlreiche Arbeitsplätze direkt oder indirekt mit dem Tourismus zusammen.

Frankreich geht beim Öko-Tourismus in die Offensive

04. Dezember 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Der Öko-Tourismus bildet in Frankreich bisher eher noch ein Nischen-Produkt. Dieser Zustand soll sich nach dem Willen des französischen Fremdenverkehrsamts und Tourismusbüros “Maison de la France“ jedoch schon bald ändern. Daher richtete die touristische Kopforganisation Frankreichs in diesem Jahr landesweit mehrere Veranstaltungen aus, die sich in der Hauptsache mit dem Thema “Öko-Tourismus in Frankreich“ auseinandersetzten. Die umfangreichste Info-Veranstaltung fand dabei im Mai in der südfranzösischen Hafenstadt Marseille statt, zu der Medienvertreter und Anbieter des Öko-Tourismus aus dem ganzen Land eingeladen waren und auch zahlreich erschienen sind.

 

Dabei wurde den Teilnehmern schnell klar, dass es in Frankreich schon jetzt keineswegs an Angeboten im Bereich des Öko-Tourismus fehle, sondern dass das Problem eher darin bestünde, dass diese zu wenig bekannt seien. Man habe es in der Vergangenheit verpasst, die Werbetrommel in ausreichender Weise zu rühren, so der Tenor der Journalistenrunde. Als besonders positives Beispiel für nachhaltigen Tourismus wurde Deutschland genannt, das sich nicht nur mit vielfältigen Angeboten einen Namen gemacht habe, sondern auch über eine funktionierende Werbung für dieses Produkt verfüge.

 

Zum Jahresabschluss, sozusagen als Krönung der PR-Offensive für den Öko-Tourismus in Frankreich, ist nun am 28. November die Jahresausgabe des Reisemagazins “Verträglich Reisen 2009“ erschienen, in dem der Öko-Tourismus in Frankreich als Titelthema behandelt wird. “Verträglich Reisen“ ist eine Fachzeitschrift, die sich auf den internationalen Öko-Tourismus spezialisiert hat, weshalb dank der nun erfolgten Berichterstattung mit einer deutlichen Belebung dieser Sparte des Tourismus in Frankreich gerechnet werden kann.

 

Spanien schnürt Hilfspaket für nationalen Tourismus

03. Dezember 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Die spanische Regierung hat inzwischen mehrere übereinstimmende Zeitungsberichte vom Wochenende bestätigt, wonach sich das Kabinett um Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero auf ein Hilfspaket in Höhe von 400 Millionen für die spanischen Tourismusbetriebe geeinigt habe. María Teresa Fernández de la Vega stellte jedoch gleichzeitig klar, dass es sich dabei nicht um Zuschüsse, sondern um zinslos gewährte Darlehen für Hoteliers, Gastwirte und Betreiber von Campingplätzen handelt. Damit wolle man dem kränkelnden nationalen Tourismus in wirtschaftlich schwierigen Zeiten den Rücken stärken, so die Vizechefin der spanischen Regierung.

 

Die Gelder aus dem Hilfsfonds sollen ausschließlich zweckgebunden für anstehende Renovierungs- bzw. Sanierungsarbeiten in touristischen Betrieben und auch nur für kleinere und mittlere Unternehmen gewährt werden. Damit soll die Qualität des touristischen Angebots in Spanien weiter ausgebaut werden, mit dem Ziel, ein Abrutschen des Anteils der Tourismus-Branche an der Gesamtwirtschaft Spaniens in den einstelligen Prozentbereich zu verhindern. Der Tourismus in Spanien war im Jahr 2007 noch mit 11 % am Gesamtergebnis der spanischen Wirtschaft beteiligt.

 

Die Regierung in Madrid legt in diesem Zusammenhang besonderen Wert auf die Feststellung, dass es sich hierbei nicht um eine Rettungs-, sondern um eine reine Hilfsaktion handle. Der Rückgang der Touristenzahlen in Spanien läge nicht überproportional über jenem in anderen touristischen Destinationen. Als Hauptursache führen auch die Spanier die Wirtschaftskrise an, die weite Teile der Welt erfasst hat.   

Bergbahn am Jungfraujoch in den Schweizer Alpen

02. Dezember 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Eine der interessantesten Touristenattraktionen in den Schweizer Alpen ist ohne Zweifel die Zahnradbahn am Jungfraujoch, die Touristen aus aller Welt entlang der Eigerwand auf bis zu 3.500 Metern über dem Meeresspiegel chauffiert. Insbesondere den Touristen aus Asien scheint es die traditionsreiche Bergbahn angetan zu haben, immerhin kommt mehr als die Hälfte der Passagiere aus Japan, China, Indien oder Korea. Der Passagierbetrieb an der Bergbahn am Jungfraujoch nahm in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung, so dass im Jahr 2007 bereits 702.000 Touristen gezählt werden konnten. Die Betreibergesellschaft strebt nun möglichst schnell das Erreichen der Schallmauer von 1 Millionen Touristen an der Eigerwand an.

 

Die Bergbahn legt seit den 1910er-Jahren eine Strecke von 9,3 Kilometern von der Basisstation über einige Zwischenhalte und erreicht bei der Endstation “Eismeer“ schließlich den “Top of Europe“, die höchste Aussichtsplattform Europas. Von hier aus geht der Blick direkt auf die Jungfrau, mit 4.158 Metern der höchste Berg dieser Alpenregion. Unmittelbar unterhalb der Aussichtsplattform “Top of Europe“ befindet sich der Eispalast, in dem unter anderem einige Eisskulpturen ausgestellt sind. Für das leibliche Wohl vor oder nach der Besichtigung sorgen einige Restaurants und Cafés, die mehr als 100 Touristen Platz bieten. Um das angestrebte Ziel von 1 Millionen Touristen pro Jahr zu erreichen, locken die Betreiber mit unterschiedlichen Sonderaktionen. Derzeit werden Fahrkarten ausgegeben, die äußerlich im Stile der 50er-Jahre gehalten sind und damit einen Hauch von Nostalgie durch die Bergbahn am Jungfraujoch wehen lassen.    

Türkei bietet Wellness-Touristen moderne Thermalbäder

01. Dezember 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Während die Türkei im Frühjahr und Sommer vor allem Badegäste und Sonnenanbeter an den Bosporus lockt, zeigt sich das Land im äußersten Südosten Europas im Herbst und Winter von seiner entspannenden Seite. In der Türkei gibt es landesweit über 1.000 Thermalquellen, die seit einigen Jahren mehr und mehr für den Wellness-Tourismus entdeckt und hergerichtet werden. Neben den traditionellen, eher schlicht gehaltenen Thermalbädern gibt es in der Türkei heute schon rund 200 Thermen, die mit modernster Bäder-Technik ausgestattet sind und bei den Touristen aus aller Welt keine Wünsche offen lassen. Dem hohen Mineralgehalt und den zahlreichen thermischen Quellen hat es die Türkei zu verdanken, dass sich das Land inzwischen zu den Top-Destinationen weltweit im Bereich des Wellness-Tourismus zählen darf.

 

Dabei verstehen es die Thermalbäder in der Türkei auf einzigartige Weise, Tradition und Moderne miteinander in Einklang zu bringen. Die modernen Thermen wurden fast ausschließlich auf antikem bzw. historisch bedeutsamem Boden errichtet. Schließlich war das Gebiet der heutigen Türkei bereits in der Antike als Wellness-Oase anerkannt. Bereits vor mehreren Jahrhunderten, als sich über die heutige Türkei noch das Osmanische Reich erstreckte, gab es rund um Istanbul die ersten thermenähnlichen Einrichtungen, die in der Landessprache damals wie heute als “Hamam“ (zu deutsch: wärmen, baden) bezeichnet wurden. Daher gilt Istanbul wohl nicht zu Unrecht als Wiege des Wellness-Tourismus in der Türkei. Weitere Informationen zum Wellness-Tourismus in der Türkei liefert die Homepage des Informationsbüros des türkischen Kultur- und Tourismusbüros, das mit Außenstellen auch in Österreich, Ungarn, Tschechien und der Slowakei vertreten ist.