Kulturausstellung auf Korsika wird verlängert
23. Januar 2009 - Artikel von: Kai Rebmann
Auf der Mittelmeerinsel Korsika findet derzeit in der Zitadelle der Stadt Corte eine Ausstellung statt, die die kulturelle und geschichtliche Entwicklung der Inseln Korsika und Sardinien zum Thema hat. Die Kulturausstellung wurde bereits Im Juni 2008 eröffnet und sollte dieser Tage ihre Pforten wieder schließen, so zumindest der ursprüngliche Plan. Aufgrund der starken Nachfrage haben sich die Veranstalter, das Regionalmuseum Korsika und das Ethnografische Museum Sardinien, nun für eine Verlängerung der Kulturausstellung bis einschließlich 31. März 2009 entschieden.
Die Touristen erhalten in der Kulturausstellung auf Korsika einen Einblick in die Geschichte der beiden benachbarten Mittelmeerinseln, beginnend im Mittelalter über die Zeit der Seefahrer bis zur Gegenwart. Weitere Schwerpunkte werden von den auf Korsika und Sardinien üblichen Handwerksberufen und deren Erzeugnissen sowie den einheimischen Musikinstrumenten gebildet. Die Zitadelle in Corte liegt auf einem Felsvorsprung und diente früher als militärische Festung, wodurch eine sehr passende und äußerst reizvolle Kulisse für die Kulturausstellung geschaffen wird.
Sardinien und Korsika wurden erst im 18. Jahrhundert entdeckt und nahmen seither eine vergleichsweise rasante Entwicklung. Beide Inseln liegen in Sichtweite und werden nur durch die wenige Kilometer breite Straße von Bonifacio voneinander getrennt. Daraus ergibt sich eine Vielzahl an Gemeinsamkeiten, auch wenn Sardinien politisch zu Italien und Korsika zu Frankreich gehört.