Bessere Schutz für Felsenstadt Petra in Jordanien
30. März 2009 - Artikel von: Kai Rebmann
Die Felsenstadt Petra in Jordanien nahm im Bereich der touristischen Vermarktung im Laufe der vergangenen 25 – 30 Jahre eine derart rasante Entwicklung, die weltweit ohne Beispiel sein dürfte. Bevor Petra im Hinterland Jordaniens im Jahr 1985 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, wussten in Europa allenfalls einige bibelfeste Christen von der Existenz der historischen Felsenstadt. Eine weitere Aufwertung erhielt das wahrscheinlich bedeutendste Kulturdenkmal Jordaniens im Jahr 2007 durch die Aufnahme in die Liste der sogenannten “Sieben Weltwunder der Moderne“, die von der UNESCO allerdings nicht anerkannt wird.
Der Tourismus, der sich rund um die Felsenstadt Petra in Jordanien entwickelt hat, birgt für die Einheimischen zwar jede Menge neuer Chancen, bringt aber gleichzeitig auch einige Nachteile für das Kulturdenkmal mit sich. Immer mehr Archäologen sind um den langfristigen Erhalt der weltweit einzigartigen Felsenstadt Petra in Sorge, da ein zunehmend rücksichtsloses Verhalten einzelner Touristengruppen festzustellen ist. Nicht selten würden Namen oder Ähnliches in die Felswände geritzt oder gar komplette Steinblöcke herausgeschlagen, um diese als Souvenir mitzunehmen, so die Klagen der Archäologen und Kulturschützer in Jordanien.
Rund um die Felsenstadt Petra werden daher im Moment Überlegungen angestellt, mit welchen Maßnahmen das kulturelle Denkmal besser vor den negativen Auswirkungen des Tourismus geschützt werden könnte. Ob, wann und welche Vorschriften für die Touristen in der Felsenstadt Petra erlassen werden, ist derzeit jedoch noch offen.