Archiv für Juni 2009

Rauchverbot kann auch im Hotel gelten

30. Juni 2009 - Artikel von: Kai Rebmann

Die Einführung des Rauchverbots in Gaststätten und Kneipen sorgte in Deutschland für reichlich Diskussionen zwischen Befürwortern und Gegnern. Doch mit dem sogenannten Gesetz zum Schutz der Nichtraucher steht Deutschland im europäischen Vergleich keineswegs alleine da. Auch in vielen Reiseländern gibt es ein Rauchverbot, das teilweise sogar noch einige Schritte weiter geht als es in Deutschland der Fall ist. Die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht weist nun auf einen Fall aus Duisburg hin, bei dem es wegen dem Rauchverbot zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen einem Reiseveranstalter und einem Kunden gekommen ist.

Im verhandelten Fall (Az. 51 C 3840/08) buchte der Kunde einen Urlaub in einem Hotel in Spanien. Für Ärger sorgte die Hotelbeschreibung im Katalog des Reiseveranstalters. Während im allgemeinen Teil auf das geltende Rauchverbot in Spanien hingewiesen wurde, stand in der Beschreibung des betreffenden Hotels nichts von einem Rauchverbot auf den Zimmern bzw. in den hauseigenen Restaurants und Bars. Der Kläger argumentierte damit, dass bei anderen Hotels im selben Katalog ausdrücklich auf das Rauchverbot hingewiesen wurde und er daher davon ausgehen konnte, dass in dem gebuchten Hotel geraucht werden darf.

Die Richter in Duisburg folgten dieser Argumentation allerdings nicht und stellten fest, dass es sich bei Spanien um ein Land handelt, in dem das Rauchverbot allgemein gültig ist. Zudem könne nur aufgrund eines fehlenden Hinweises nicht davon ausgegangen werden, dass in den Zimmern, Restaurants und Bars des Hotels automatisch geraucht werden darf, so die Richter. Das Urteil des Amtsgerichts Duisburg kann nach Einschätzung der Juristen auch auf andere Länder angewendet werden, in denen es ein Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen gibt.

Nuevo Pueblo Espanol in Palma feiert Neueröffnung

29. Juni 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Kaum eine andere Location auf Mallorca blickt auf eine derart lange und abwechslungsreiche Geschichte zurück wie das Nuevo Pueblo Espanol in der Inselhauptstadt Palma de Mallorca. Bereits in den 1960er-Jahren erstmals eröffnet, avancierte das Pueblo in Palma schnell zum Publikumsmagneten für Touristen aus ganz Mallorca. Die Partys im Pueblo waren Kult und aus der Szene in Palma nicht mehr wegzudenken. So ging der Betreiberwechsel in die Hände der Firma Domus im Jahr 2003 reibungslos über die Bühne, das neue Konzept präsentiert sich ähnlich erfolgreich.

Heute ist das Nuevo Pueblo Espanol in Palma weit mehr als ein Treffpunkt für das Partyvolk auf Mallorca. Der ganztägige Betrieb deckt nahezu alle Bereiche ab, von gehobener Gastronomie mit regionaler Küche über eine Modeboutique bis hin zur Diskothek, die natürlich auch im neuen Pueblo nicht fehlen darf. Besonders stolz ist Carlos Batista, der Geschäftsführer des Nuevo Pueblo Espanol, auf die Boutique, die klassische Mallorca- und Ibiza-Mode sowie mehrere namhafte Labels aus aller Welt im Sortiment hat.

Die Räumlichkeiten des Nuevo Pueblo Espanol in Palma, die in früheren Jahren ein Museum beherbergt hatten, bieten sich dank des neuen Konzepts als Plattform für die ganze Familie und jede Urlaubergruppe an. Direkt am Strand finden Touristen tagsüber Ruhe und Entspannung, während abends stilvolle Partys steigen, die nicht selten erst in den frühen Morgenstunden zu Ende gehen.

Günstiger Urlaub in Osteuropa dank hoher Kaufkraft

27. Juni 2009 - Artikel von: Bora

Der Bundesverband deutscher Banken hat in Berlin pünktlich vor dem Beginn der Hauptreisezeit eine Aufstellung über die Kaufkraft in den wichtigsten Reiseländern Europas veröffentlicht. Dabei wurde ermittelt, was ein Euro für deutsche Touristen im Urlaub wert ist, sprich wo der Urlaub in diesem Sommer besonders günstig wird – oder auch etwas teurer. Wie schon in den vergangenen Jahren sind die Länder in Osteuropa klarer Preissieger, während deutsche Touristen beim Urlaub in Skandinavien und Westeuropa etwas tiefer in die Tasche greifen müssen als in heimischen Geschäften.

In Polen bekommen deutsche Touristen den Angaben des Spitzenverbands zufolge am meisten für ihr Geld. Der Euro ist in Polen 1,32 Euro wert und damit mehr als in allen anderen Ländern Europas. Hinter Polen landen weitere Länder aus Osteuropa im vorderen Drittel des Kaufkraft-Ranking. Ein Urlaub in Ungarn (1,17 Euro), Bulgarien (1,09) oder Kroatien (1,08) bietet demnach ebenfalls ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

In Frankreich und Italien, die mit Deutschland in Bezug auf die Kaufkraft über Jahre hinweg auf Augenhöhe lagen, haben sich die Waren inzwischen deutlich verteuert. Für einen Euro gibt es dort nun nur noch Waren im Wert von 0,89 Euro (Italien) bzw. 0,87 (Frankreich), noch etwas teurer wird der Urlaub in der Schweiz mit einer Kaufkraft von 0,84 Euro. Die niedrigste Kaufkraft hat der Euro traditionell in Skandinavien, wobei die Kaufkraft von Süden nach Norden zunimmt. Demnach ist die Kaufkraft der Gemeinschaftswährung in Dänemark mit 0,78 Euro am geringsten.

Madeira führt neue Unterkunftskategorie ein

25. Juni 2009 - Artikel von: Kai Rebmann

Auf der zu Portugal gehörenden Insel Madeira, die nördlich der Kanaren im Atlantik liegt, wird es ab sofort eine neue Unterkunftskategorie geben, die bestimmte Mindeststandards in den teilnehmenden Hotels und Ferienwohnungen voraussetzt. Der neu eingeführte Markenname “Quintas da Madeira” schließt insgesamt zehn Hotels des gehobenen Segments auf der Urlaubsinsel ein und wird in ganz Portugal als verbindliches Qualitätssiegel anerkannt. Ziel der neuen Unterkunftskategorie ist es vor allem, das historische und kulturelle Erbe, die die Insel Madeira bei Touristen aus ganz Europa so beliebt machen, langfristig zu erhalten.

Bei den Hotels auf Madeira, die allesamt mit vier oder fünf Sternen ausgestattet sind, handelt es sich fast ohne Ausnahme um Unterkünfte, die in historisch bedeutenden Bauwerken untergebracht sind. Zu den Katalogleistungen der Unterkunftskategorie “Quintas da Madeira” gehört unter anderem eine großzügige Grünfläche im Außenbereich, in der nach Möglichkeit einige inseltypische und exotische Pflanzen beheimatet werden sollen. Ferner können die Touristen in den Hotels der “Quintas da Madeira” mit einer gehobenen Gastronomie sowie einem individuellen Serviceangebot rechnen.

Während bei den Gebäuden, in denen die Hotels untergebracht sind, größter Wert auf den Erhalt der ursprünglichen Bausubstanz gelegt wird, erwartet die Touristen auf den Zimmern modernster Komfort mit Sat-TV, Klimaanlage und weiteren Annehmlichkeiten, die in gehobenen Hotels auf Madeira zum Standard gehören. Für weitere, auch deutschsprachige Informationen über die neue Unterkunftskategorie auf Madeira steht die Internetseite www.quintas-madeira.com zur Verfügung.

Archäologen legen unterirdischen Steinbruch in Israel frei

24. Juni 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Israel wird im Zusammenhang mit dem Tourismus in der Regel mit Badeurlaub am Mittelmeer und Toten Meer oder mit Pilgerreisen zu den biblischen Stätten in Verbindung gebracht. Daneben gibt es aber auch für Archäologen kaum ein interessanteres Land als Israel, das insgesamt nur etwa so groß ist wie Hessen. Der neueste Fund, der Archäologen in Israel geglückt ist, hat zwar nicht direkt etwas mit der Bibel, dem Juden- oder Christentum zu tun, ist deshalb aber nicht weniger spektakulär.

In der Nähe der biblischen Stadt Jericho konnte eine Höhle freigelegt werden, deren Alter auf ca. 2.000 Jahren datiert werden konnte. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wurde die Höhle von Menschenhand errichtet und ursprünglich als unterirdischer Steinbruch genutzt. Die Tatsache, dass sich Menschen vor 2.000 Jahren die Mühe machten, einen unterirdischen Steinbruch in den Fels zu schlagen und das Geröll mühsam ans Tageslicht beförderten, gab den Archäologen aus Israel zunächst einige Rätsel auf. Schließlich gelang man zu der Überzeugung, dass sich die Höhle auf heiligen Grund befand, da sie zwischen dem Jordan und der Stadt Jericho erbaut wurde, also an jener Stelle, an der das Urvolk der Israeliten erstmals den Jordan überquerten und ins Heilige Land eingezogen waren.

Zahlreiche Inschriften und bauliche Besonderheiten lassen den Schluss zu, dass die Höhle zunächst zwar als Steinbruch genutzt wurde, in späteren Jahrhunderten aber auch als Kloster oder Tempel. Eine Nutzung der Höhle bei Jericho für touristische Zwecke erscheint als wahrscheinlich, sobald die Archäologen ihre Arbeit beendet haben und die Behörden in Israel grünes Licht geben.