Archiv für Juli 2009

Flughafen auf Mallorca wieder geöffnet

30. Juli 2009 - Artikel von: Bora Bilgic

Auf Mallorca, größten Insel der zu Spanien gehörenden Balearen, ist es am heutigen Donnerstag zu einem Bombenanschlag gekommen, bei dem zwei Polizisten getötet wurden. Ein mutmaßlich von Mitgliedern der baskischen Terrororganisation ETA gelegter Sprengsatz detonierte vor einer Polizeistation auf Mallorca und galt offenbar nicht den Touristen, die ihren Urlaub auf der Ferieninsel verbringen. Deutsche Reiseveranstalter bestätigten inzwischen, dass ihrerseits keine verletzten Touristen zu beklagen seien. Der Flughafen und Fährhafen der Hauptstadt Palma de Mallorca wurden umgehend gesperrt, um die ETA-Terroristen am Verlassen der Baleareninsel zu hindern.

Auch wenn die Täter derzeit noch nicht gefasst werden konnten, bestätigten sowohl die spanischen Behörden als auch deutsche Fluggesellschaften, dass alle Flüge ab/bis Palma de Mallorca spätestens ab Freitag wieder planmäßig über die Bühne gehen können. Größtenteils wurden der Flughafen und Fährhafen schon am Abend wieder für Touristen freigegeben. Nach wie vor ist auf Mallorca jedoch mit Verspätungen bei der An- und Abreise zu rechnen.

Der Terrorakt auf Mallorca ist der erste größere Zwischenfall in Spanien seit dem Bombenanschlag in Madrid am 11. September 2004, hinter dem ebenfalls die ETA vermutet wird. Von Seiten des Auswärtigen Amts ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nichts von einer generellen Reisewarnung für Mallorca oder Spanien zu hören, weshalb geplante oder bereits gebuchte Reisen wohl stattfinden können.

Natururlaub auf Korsika am Golf von Porto

29. Juli 2009 - Artikel von: Kai Rebmann

Der Natururlaub nimmt auf der zu Frankreich gehörenden Mittelmeerinsel Korsika aufgrund seiner landschaftlichen und geographischen Besonderheiten einen sehr hohen Stellenwert ein. Mit seinen für Korsika typischen steilen und mit einer üppigen Vegetation umgebenen Felsküsten gehört der Golf von Porto im Nordwesten zu den schönsten Fleckchen Erde auf der Insel. Der Badeort Porto liegt dabei genau im Scheitelpunkt des gleichnamigen Golfes und bietet den Touristen alles, was einen Natururlaub auf Korsika erstrebenswert macht. Eine Besonderheit der Pflanzenwelt rund um den Golf von Porto sind die Eukalyptusbäume und –sträucher, die hier in großer Zahl wachsen.

Beliebte Ausflugsziele am Golf von Porto, ob zu Fuß oder auf dem Rad, sind der Capu d´Orto im Süden sowie das Naturschutzgebiet La Scandola im Norden. Der Capu d´Orto ermöglicht einen Blick über die gesamte Bucht bis weit ins Mittelmeer hinein, während das Naturschutzgebiet La Scandola ist vor allem für seine roten Felsen bekannt und gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO. Unter den nicht natürlichen Sehenswürdigkeiten, die es in Porto ebenfalls zu bestaunen gibt, ist der Genueserturm hervorzuheben, der aus dem 15. Jahrhundert stammt.

Zu einem gelungenen Natururlaub auf Korsika südlich des Festlands von Frankreich gehört auch die geeignete Unterkunft. Am Golf von Porto kann hier das 3-Sterne-Hotel Le Subrini mit seinen sehr preiswerten und auch kurzfristig verfügbaren Doppelzimmern empfohlen werden. Bei Bedarf können im Hotel Le Subrini auf Korsika auch 3- oder 4-Bett-Zimmer gebucht werden. Zahlreiche Wassersportmöglichkeiten wie Tauchen, Schnorcheln oder Wasserski sowie ein bezaubernder Kieselstrand runden den familienfreundlichen Natururlaub am Golf von Porto auf Korsika ab.

EU bemängelt Gepäcktransport auf Flughäfen

28. Juli 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Wer regelmäßig mit dem Flugzeug unterwegs ist, sei es zu Urlaubszwecken oder im Rahmen einer Geschäftsreise, läuft Gefahr früher oder später einmal ohne seinen Koffer am Zielort anzukommen. Viele Geschäftsreisende oder Touristen haben diese unerfreuliche Erfahrung in der Vergangenheit auch schon mitmachen müssen. Die aktuelle Statistik, in der die Zahl des innerhalb der EU und weltweit abhanden gekommenen oder fehlgeleiteten Gepäcks registriert wird, hat nun Antonio Tajani, den Verkehrskommissar der EU, auf den Plan gerufen. Auf allen Flughäfen innerhalb der EU sind demzufolge im Jahr 2008 4,6 Millionen Koffer und sonstiges Gepäck zumindest vorübergehend verschwunden, weltweit waren es sogar 32,8 Millionen.

Auch wenn es bei 99 % der vermissten Gepäckstücke innerhalb von 48 Stunden ein Wiedersehen mit seinem Besitzer gibt, will Tajani diese Statistik zumindest in der EU in Zukunft deutlich nach unten korrigieren. Der Italiener bezeichnete die Statistik wörtlich als “nicht hinnehmbar“ und will daher im Frühjahr 2010 einen runden Tisch mit Vertretern von Flughafenbetreibern und Fluggesellschaften aus der EU einberufen. In einer bereits im Jahr 2002 verabschiedeten Verordnung hat die EU die Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber dazu verpflichtet, die Haftung für verlorene Koffer zu übernehmen, worauf Tajani bei dieser Gelegenheit ausdrücklich hinwies.

Angesichts immer weiter steigender Passagierzahlen sind die Flughafenbetreiber und Fluggesellschaften bemüht, die Verfahren zur Registrierung des Gepäcks im erforderlichen Maß zu verbessern. Erste Erfolge sind auf den europäischen Flughäfen aber trotz der deutlichen Kritik aus den Reihen der EU schon jetzt zu erkennen. Gegenüber dem Jahr 2007 ging im letzten Jahr weltweit rund 20 % weniger Gepäck verloren, woran vor allem die Flughäfen in Europa einen wesentlichen Anteil haben.

Schweiz strebt ein Biosphärenreservat Gotthard an

27. Juli 2009 - Artikel von: Bora Bilgic

Der Gotthard erstreckt sich in der Schweiz über die vier Kantone Graubünden, Tessin, Uri und Wallis. Schon seit einigen Jahren gibt es in der Schweiz Überlegungen, den Gotthard touristisch noch attraktiver zu machen. Vielen Touristen sei der Gotthard vor allem wegen der zeitraubenden Passage des gleichnamigen Passes bzw. Straßentunnels ein Begriff, das tatsächliche Potenzial dieser Alpenregion bleibe dagegen meist im Verborgenen, so der einhellige Tenor in der Schweiz.

Die zunächst ins Spiel gebrachte Bewerbung des Gotthards bei der UNESCO als Welterbe wurde in der Schweiz wegen mangelnder Erfolgsaussichten schnell wieder verworfen, stattdessen verfolgt die Stiftung Landschaftsschutz (SL) nun eine neue Idee, die erstmals im Sommer 2008 diskutiert wurde. Demnach plant die  SL aus dem Gotthard ein Biosphärenreservat zu machen, das dem regionalen Tourismus über die Kantonsgrenzen von Graubünden, Tessin, Uri und Wallis hinweg einen neuen Anschub geben soll. Die Biosphärenreservate stehen ebenfalls unter dem Dach der UNESCO und wurden 1970 ins Leben gerufen, um repräsentative oder einzigartige Landschaften als besonders schützenswert herauszustellen.

Eine von der SL in der Schweiz in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie bezüglich eines Biosphärenreservats Gotthard wurde nun mit einem positiven Bescheid zum Abschluss gebracht. Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Bachelorarbeit an der Hochschule Luzern vorgestellt. Demnach bestünden für den Gotthard im Falle einer Bewerbung als Biosphärenreservat bei der UNESCO gute Aussichten auf Erfolg, sofern das Tourismusprojekt mit attraktiven Inhalten gefüllt werden könne, so die SL. Hierzu sei die Zusammenarbeit zwischen den Kantonen Graubünden, Tessin, Uri und Wallis ebenso unverzichtbar wie die rückhaltlose Unterstützung der dort lebenden Bevölkerung.

Waldbrände auf Sardinien unter Kontrolle

24. Juli 2009 - Artikel von: Kai Rebmann

Die Waldbrand-Saison auf Sardinien ist derzeit voll im Gange und hat am gestrigen Donnerstag ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Hilfskräfte von Polizei und Feuerwehr, die auf Sardinien seit Tagen zu Tausenden im Dauereinsatz sind, berichten von insgesamt 10.000 Hektar, die durch die Waldbrände zerstört worden seien. Ferienorte und Dörfer auf Sardinien sind den bisherigen Meldungen zufolge bisher nicht direkt von den Waldbränden bedroht, auch wenn es mancherorts zu präventiven Evakuierungen gekommen ist. Das Epizentrum der Waldbrände liegt auf Sardinien im Norden der Insel, darüber hinaus ist beispielweise aber auch die Costa Verde betroffen.  

Das Gröbste sei nach Einschätzung von Polizei und Feuerwehr inzwischen zwar überstanden, trotzdem gab es auf Sardinien bei den Waldbränden zwei Todesopfer zu beklagen. Dabei handelt es sich um einen Schäfer, der mitsamt seiner Herde von den Flammen eingeschlossen wurde sowie um einen Weinbauer, der einen Herzinfarkt erlitt. Die Waldbrände sind eine Folge der seit Wochen anhaltenden Dürreperiode mit Temperaturen von 35 °C und mehr. Der Hitzerekord wurde gestern in Valledoria gemessen, wo das Quecksilber auf 46 °C geklettert war. Waldbrände gehören, wie fast überall in Südeuropa, auch auf Sardinien zu den negativen Begleiterscheinungen des heißen und trockenen Sommers.

Bis Ende September herrschen auf Sardinien strenge Schutzvorrichtungen, um die Gefahr von Waldbränden so weit wie möglich einzudämmen. Offenes Feuer auf Campingplätzen ist eines der Tabus die es dabei zu beachten gilt. Neben weiteren fahrlässigen Handlungen, z.B. das Wegwerfen brennender Zigarettenkippen, gehört auch Brandstiftung zu den häufigsten Ursachen für die Waldbrände auf Sardinien.