Archiv für September 2009

Mittelklasse Hotels sind bei deutschen Touristen erste Wahl

14. September 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Die Hotels der gehobenen Mittelklasse, also ab drei Sternen, werden bei deutschen Touristen und Häusern mit Standort in Deutschland mit Abstand am häufigsten gebucht. Zu diesem Ergebnis kam eine unabhängige Studie des Hotel-Vermittlers HRS, der das Buchungsverhalten seiner Kunden in den Monaten Juni, Juli und August genau unter die Lupe genommen hat. Während 3-Sterne-Hotels in Berlin bundesweit am häufigsten gebucht wurden, rangiert Wien im europäischen Ranking ganz vorne. Die weltweite Pole Position der 3-Sterne-Hotels konnte sich hingegen das Reiseziel Bangkok sichern, wo der Urlaub in einem Hotel der Mittelklasse ebenfalls sehr beliebt ist.

Fast die Hälfte der Kunden (45 %) entschied sich der Studie zufolge in der zurückliegenden Sommersaison für ein Mittelklasse Hotel, das mit drei Sternen ausgezeichnet war. Zusammen mit den 4-Sterne-Hotels (10 %), die ebenfalls noch der gehobenen Mittelklasse zuzurechnen sind, bevorzugt mehr als jeder zweite Tourist aus Deutschland während seines Urlaubs diese Hotelkategorie. Die Beliebtheit der Mittelklasse Hotels ist sehr wahrscheinlich auf das sehr gute Preis-Leistungsverhältnis dieser Unterkünfte zurückzuführen, das den Urlaub in fast jeder Destination und für jeden Geldbeutel erschwinglich macht.

Im Rahmen der Studie wurde auch eine Statistik für die günstigsten Destinationen in Europa und der Welt erstellt. Als günstigstes Urlaubsziel erwies sich dabei Tschechien, wo eine Übernachtung in einem Mittelklasse Hotel durchschnittlich bereits ab 58 Euro buchbar ist. Am anderen Ende der Skala befindet sich mit 110 Euro die Schweiz, die als traditionell teure Destination gilt. Die 3-Sterne-Hotels in Deutschland belegen mit durchschnittlich 79 Euro pro Nacht einen Platz im Mittelfeld.

Urlaub in Las Vegas – Mehr als nur Glücksspiel in Nevada

10. September 2009 - Artikel von: Bora

Las Vegas liegt wie eine überdimensionierte Oase in der Wüste von Nevada, einem Bundesstaat in den USA, und gilt mit seinen Casinos als Mekka des Glücksspiels für Zocker und Touristen aus aller Welt. Neben den Casinos lockt Las Vegas noch mit weiteren spektakulären Sehenswürdigkeiten wie einem nachgebildeten Eifelturm oder künstlich angelegten Lagunen, wie sie sonst nur in Venedig anzutreffen sind. Natürlich sind auch die prächtigen Luxus Hotels ein Grund, einen garantiert unvergesslichen Urlaub in Las Vegas zu buchen.

Das Mandalay Bay Hotel in Las Vegas bietet den Touristen mit dem Shark Reef Aquarium eine Attraktion der besonderen Art – Tauchen mitten in der Wüste von Nevada. Weit über 2.000 Tierarten, darunter ein gutes Dutzend Hai-Arten, tummeln sich im Shark Reef Aquarium des Mandalay Bay Hotels in Las Vegas. Mit 45-minütigen Tauchgängen verschafft das Shark Reef Aquarium abenteuerlustigen und mutigen Tauchern aus aller Welt den besonderen Kick, allerdings nur in Begleitung ausgebildeter Tauchlehrer und maximal zweimal pro Tag. Der Tierschutz steht auch im Mandalay Bay Hotel im Vordergrund, weshalb mehr Tauchgänge aus Rücksicht auf die Haie, Rochen, Wasserschildkröten und anderen Bewohner des Shark Reef Aquarium in Las Vegas nicht zulässig sind.

Die Nachfrage nach dieser exklusiven Attraktion im Mandalay Bay Hotel verzeichnet eine stark steigende Tendenz, weshalb eine frühzeitige Buchung anzuraten ist – am besten gleich bei der Buchung des kompletten Las Vegas Urlaubs. Der Wagemut der Taucher wird vom Mandalay Bay Hotel in Las Vegas mit einer speziellen Urkunde belohnt, die bescheinigt, dass der- oder diejenige mit Erfolg am Tauchgang im Shark Reef Aquarium in der Wüste von Nevada teilgenommen hat.

Der Banff Nationalpark in den Rocky Mountains, Kanada

09. September 2009 - Artikel von: Kai Rebmann

Der Banff Nationalpark in der kanadischen Provinz Alberta wurde bereits im Jahr 1885 eröffnet und gehört damit zu den drei ältesten Nationalparks der Welt. Auf rund 6.500 km² leben in einem der größten Nationalparks in den Rocky Mountains zahlreiche Vogel- und andere Tierarten, die teilweise nur noch in diesem Naturschutzgebiet anzutreffen sind. Im Banff Nationalpark, der zum Weltnaturerbe der UNESCO zählt, werden pro Jahr 5 Millionen Touristen gezählt, wobei die Hauptsaison auf den Sommer fällt. Ein kontinuierlich wachsendes Skigebiet sorgt im Banff Nationalpark in Kanada seit einigen Jahren auch im Winter für steigende Besucherzahlen.

Vieles spricht also dafür, sich für einen Urlaub im Banff Nationalpark im Herbst zu entscheiden. Farbenprächtige Wälder, ein traumhaftes Panorama mit den Rocky Mountains sowie eine abwechslungsreiche Tier- und Pflanzenwelt sind nur einige Argumente, die der Banff Nationalpark in Alberta in die Waagschale werfen kann. Ein Highway und eine Zuglinie, die direkt durch den Banff Nationalpark führen, bringen die Besucher innerhalb kürzester Zeit aus der Abgeschiedenheit der Natur zurück in die Zivilisation. Neben zahlreichen Hotels, z.B. dem Banff Spring Hotel oder Chateau Lake Louise am gleichnamigen See, sind im Banff Nationalpark auch zahlreiche, deutlich preisgünstigere bzw. kostenlose Zeltplätze vorhanden.

Das Zelten in der freien Wildnis des Banff Nationalparks in den kanadischen Rocky Mountains will allerdings gelernt sein. In erster Linie gilt es, sich vor unerwünschten Besuchern zu schützen, z.B. dem Grizzlybär. Nahrungsvorräte sollten daher möglichst abseits der Zelte in einer sogenannten Bärenbox verstaut werden, da diese Bären und andere Wildtiere anlocken können. Für den Aufenthalt im Banff Nationalpark in Alberta wird eine formale Genehmigung benötigt, die auf Anfrage bei der Verwaltung des Nationalparks erhältlich ist.

Mit der Transsib durch Sibirien

08. September 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Das Erkunden von Ländern, Regionen und Städten einschließlich der jeweiligen Sehenswürdigkeiten, Kultur und Menschen ist gemeinhin unter dem Sammelbegriff Interrail bekannt. Doch Interrail ist nicht gleich Interrail, wie das Beispiel der Transsib in Sibirien sehr deutlich zeigt. Wer sich für einen Trip mit der Transsib entscheidet, entscheidet sich für ein Abenteuer in der Wildnis Sibiriens und sollte die gängigen Vorstellungen von Interrail am besten schon vor der Ankunft in Moskau über Bord werfen.

In Moskau, der sehenswerten Hauptstadt von Russland, starten in regelmäßigen Abständen zwei Routen der Transsib. Eine Route führt per Zug ab Moskau quer durch Russland und Sibirien, bevor am östlichen Ende der Landmasse von Eurasien das Ziel in Wladiwostok erreicht wird. Alternativ dazu kann mit der Transsib aber auch die Route ab Moskau über Russland, Sibirien und die Mongolei bis nach Peking, der Hauptstadt von China, befahren werden. Auf beiden Routen sind abenteuerlustige Interrail-Fans sieben Tage unterwegs und dürfen sich auf unvergessliche Eindrücke zu beiden Seiten der Wegstrecke einstellen.

Da die Reise mit der Transsib durch Russland und weitere Regionen bzw. Staaten führt, in denen EU-Bürger ein Visum benötigen, sind vor der Abreise noch einige Formalitäten zu erledigen. Das Visum kann direkt bei den jeweiligen Konsulaten in Deutschland beantragt werden, die Tickets für die Transsib können hingegen ganz bequem vor Ort in Moskau gekauft werden.

Levadas – Wanderung zu den historischen Zeugen auf Madeira

07. September 2009 - Artikel von: Bora

Die zu Portugal gehörende Insel Madeira im Atlantik trägt auch den Beinamen “Blumeninsel“, womit Bezug auf den ganzjährigen Reichtum der Flora genommen wird. Was vielen Touristen selbstverständlich erscheint, die ihren Urlaub nicht zuletzt deshalb gerne auf Madeira verbringen, hat die Pflanzenwelt der Insel einem ausgeklügelten Bewässerungssystem zu verdanken, das bereits im 15. Jahrhundert entstanden ist und die Artenvielfalt der Flora auf Madeira erst möglich machte. Bei den Levadas handelt es sich um tiefe und teilweise sehr breite Gräben, die den trockenen und heißen Süden auf Madeira mit ausreichend Wasser versorgen, der im Norden der Atlantikinsel das ganze Jahr über im Überfluss niedergeht. Der Bau der ersten Levadas ist aus dem Jahr 1461 dokumentiert und wurde von Prinz Ferdinando in Auftrag gegeben.

Madeira verfügt über einige geographischen bzw. geologischen Besonderheiten, die für das erwähnte Naturphänomen der beiden völlig unterschiedlichen Klimabedingungen verantwortlich sind. Die Insel wird durch ein von Westen nach Osten verlaufendes Gebirge in einen Nord- und Südteil getrennt. An diesem Gebirge bleibt der meiste Regen hängen, so dass es auf Madeira im Süden deutlich weniger Niederschlag zu verzeichnen gibt als im Norden. Beim Bau der Levadas griffen die Einwohner von Madeira, die die Atlantikinsel erst zu Beginn des 15. Jahrhunderts besiedelten, auf die Kenntnisse der Mauren zurück, die um diese Zeit ebenfalls in dieser Region vertreten waren.

Die Levadas dienen auch heute noch der Bewässerung von Feldern und Beeten im Süden von Madeira, sind darüber hinaus aber auch zu einer Touristenattraktion geworden. Ein ähnliches Bewässerungssystem ist ansonsten an keinem anderen Ort in Europa bekannt. Ein zentraler Ausgangspunkt für Wanderungen zu den Levadas auf Madeira ist Funchal, das gleichzeitig auch Hauptstadt der portugiesischen Insel im Atlantik ist.