Archiv für August 2010

Ramadan im Hochsommer und seine Auswirkungen auf den Tourismus

18. August 2010 - Artikel von: Kai Rebmann

Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und für streng gläubige Moslems eine Zeit des absoluten Fastens. Zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ist den Moslems während des Ramadans jede Aufnahme von Nahrung untersagt – ob in flüssiger oder fester Form. Die Nichtbeachtung der Fastenregel im Ramadan kann in islamisch geprägten Ländern weitreichende Konsequenzen haben, wie die Entlassung von Ali Daei, einem Ex-Spieler von Bayern München, bei seinem aktuellen Arbeitgeber im Iran gezeigt hat.

In diesem Jahr fällt der Ramadan ausgerechnet in den Hochsommer und damit die Hauptreisezeit in vielen arabischen Ländern. Während die Auswirkungen für den Tourismus auf der Arabischen Halbinsel mitunter sehr gravierend ausfallen, wird es mit dem Fasten im Ramadan andernorts nicht ganz so genau genommen. Insbesondere in den Ländern Nordafrikas – etwa Ägypten, Tunesien, Algerien oder Marokko Reisen - können sich Touristen aus Europa auch im Ramadan auf einen störungsfreien Urlaub freuen.

Auch wenn viele Märkte, Restaurants und Bars am südlichen Mittelmeer den Ramadan und seine Gebote beachten, so gibt es in den touristischen Zentren trotzdem auch einige Gastronomen, die ihre Betriebe auch tagsüber öffnen und sogar Alkohol ausschenken bzw. das Rauchen gestatten. Um nicht unfreiwillig Ärger zu provozieren, ist es trotzdem ratsam, sich bei der Ankunft im Hotel nach den Sitten und Bräuchen während des Ramadan zu erkundigen.

Russland Reisen können ab sofort storniert werden

11. August 2010 - Artikel von: Leoni Zynga

Das Auswärtige Amt reagiert auf die Waldbrände in Russland, die bereits die Hauptstadt Moskau erreicht haben, nun doch mit einer Reisewarnung für die betroffenen Regionen. Nachdem die Behörde in der vergangenen Woche noch von einer Reisewarnung für Russland und Moskau abgesehen hatte, ist das Auswärtige Amt inzwischen offenbar zu einer anderen Einschätzung der Lage gekommen. Die Waldbrände in Russland und die daraus resultierende Verschmutzung der Luft in und um Moskau wird demnach als “höhere Gewalt” eingestuft, womit Stornierungen von Russland Reisen berechtigt sind.

Insbesondere Personen mit bekannten Vorerkrankungen der Atemwege, z.B. Asthma, sowie Kinder und ältere Touristen sollten Russland Reisen nach Möglichkeit vermeiden. Wer seinen Urlaub in Russland bereits gebucht hat, als die aktuell von den Waldbränden ausgehende Bedrohung noch nicht abzusehen war, kann damit rechnen, vom Reiseveranstalter die vollen Kosten erstattet zu bekommen. In der Vergangenheit vertraten die Gerichte die Ansicht, dass vom Veranstalter vor Antritt der Reise noch keine Leistung erbracht wurde und daher der komplette Preis zu erstatten ist.

Wer trotz der Waldbrände in Russland nicht auf eine Osteuropa Reise verzichten will oder kann, sollte zumindest geeignete Vorsichtsmaßnahmen treffen. Mundschutz und Medikamente wie z.B. Augentropfen sollten nicht nur auf jeden Fall zum Reisegepäck gehören, sondern möglichst schon in Deutschland gekauft werden. Gerne beraten die Mitarbeiter in unserem Reisebüro Sie auch über alternative Reiseziele in Osteuropa, etwa am Schwarze Meer oder an der Ostsee.

Slowenien Urlaub in Ankaran auf den Spuren der Benedektiner

04. August 2010 - Artikel von: Bora

Slowenien besitzt zwischen Italien und der zu Kroatien gehörenden Halbinsel einen wenige Kilometer breiten Abschnitt an der Adria, weshalb der Badetourismus in dem kleinen Land eine nennenswerte Rolle spielt. Zu den bekanntesten Orten an der Adria in Slowenien gehört Ankaran, das auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken kann. Dies gilt insbesondere für das Hotel Convent, das in einem ehemaligen Kloster der Benedektiner untergebracht und nur wenige Schritte von den Stränden der Adria entfernt ist.

Zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert wurde das heutige Hotel Convent in Ankaran von Mönchen des Benedektinerordens bewohnt, bevor das damalige Kloster im 18. Jahrhundert von der Madonizza-Dynastie aufgekauft und in eine Sommerresidenz an der Adria umgewidmet wurde. Im 19. Jahrhundert diente das Bauwerk als Militär-Krankenhaus, in dem die Soldaten versorgt wurden, die in den unter Napoleon geführten Kriegen an der Adria kämpften. Seit 1925 wird das ehemalige Kloster schließlich als Hotel genutzt, wobei ein Großteil der historischen Fassade erhalten werden konnte.

Osteuropa Reisen im Hotel Convent in Slowenien sind aber nicht nur Badeurlaub an der Adria, sondern bieten auch im unmittelbaren Umfeld zahlreiche Ausflüge und Aktivitäten. Das jenseits der Grenze in Italien liegende Triest ist von Ankaran aus in wenigen Autominuten erreichbar und lädt jederzeit zu einem Stadtbummel vor der Kulisse der Adria ein. In Ankaran befindet sich zudem der Hauptsitz der slowenischen Marine, so dass interessierte Touristen von Zeit zu Zeit den Manövern in der Adria beiwohnen können.