Archiv für die Kategorie ‘Afrika’

Zum Ski-Cross in die Wüste nach Namibia

12. Juni 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Namibia liegt im Westen Afrikas und grenzt dort unmittelbar an den Atlantik. Als Urlaubsziel ist die ehemalige deutsche Kolonie Namibia den Touristen aus Europa zwar schon seit einigen Jahren ein Begriff, jedoch nicht als Skigebiet. Diesbezüglich leistete Henrik May, der im mit Schnee verwöhnten Schwarzwald aufwuchs, Pionierarbeit in Afrika und eröffnete vor fünf Jahren den weltweit ersten Skilift in einer Wüste. Inzwischen sind andere Länder diesem außergewöhnlichen Geschäftsmodell gefolgt, so etwa die VAE in der Wüste rund um Dubai.

 

Nun lässt May die Reisebranche erneut aufhorchen und wird dabei von Herbert Kössner aus Österreich unterstützt. Die beiden Unternehmer aus dem Alpenraum mit dem Faible für das Abenteuer erkundeten in der vergangenen Woche eine rund 90 Kilometer lange Tour durch die Wüste und legten diese mit Skiern zurück. Ab August soll die fünftägige Ski-Tour durch die Wüste Namib, die bei der Namensgebung des Lands Pate stand, auch für Touristen angeboten werden.

 

Da es aus nachvollziehbaren Gründen schwierig sein dürfte, Touristen alleine wegen des Wintersports nach Namibia in die Wüste zu locken, haben May und Kössner noch ein ergänzendes Paket geschnürt. Nachdem die Strapazen in der Wüste erfolgreich gemeistert sind, wartet auf die Touristen noch eine Safari, die dann in geräumigen Jeeps anstatt auf Skiern in Angriff genommen wird. Elefanten, Nashörner und weitere Bewohner der Wüste können dabei in freier Wildbahn beobachtet werden.

Internationale Buchmesse startet in Kapstadt (Südafrika)

08. Juni 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Am kommenden Wochenende dreht sich in Kapstadt, dem südlichsten Zipfel von Südafrika, vier Tage lang alles um das Thema Bücher. Bereits zum vierten Mal findet vom 13.06. – 16.06.2009 in Kapstadt die Internationale Buchmesse “Cape Town Book Fair“ (CTBF) statt, an der sich Aussteller und Verlage aus knapp 30 Ländern aus aller Welt beteiligen werden. Ein Schwerpunkt der Buchmesse in Kapstadt wird verständlicherweise auf den afrikanischen Literaturmarkt gelegt, der sich seit einigen Jahren mit atemberaubender Geschwindigkeit entwickelt.

 

Die Internationale Buchmesse in Kapstadt genießt nicht nur innerhalb von Südafrika einen enorm hohen Stellenwert, sondern gilt auch als eine der wichtigsten Veranstaltung aus dem Bereich Literatur auf dem gesamten schwarzen Kontinent. Vanessa Badroodien, die Direktorin der CTBF, sieht von der Internationalen Buchmesse in Kapstadt außerdem wichtige Impulse für die Bildung und das gesellschaftspolitische Verständnis in Südafrika ausgehen.

 

Erstmals wird sich auch das Goethe-Institut an der Internationalen Buchmesse in Südafrika beteiligen und hat bei dieser Gelegenheit insgesamt zwölf Verlage aus ganz Afrika nach Kapstadt eingeladen. Im Rahmen von Workshops und weiteren messespezifischen Angeboten sollen die Vertreter dieser Verlage von dem Know How des Goethe-Instituts profitieren und neue Bereiche der Literatur aufgezeigt bekommen. Bei der CTBF handelt es sich um eine Messe, die auch und gerade für Verbraucher zugänglich ist und deshalb auch von Touristen besucht werden kann.

Luxus-Camping in Marokko

06. Februar 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Wer bisher der Meinung war, Camping und luxuriöser Komfort würden sich gegenseitig ausschließen, der sollte einmal ins Atlasgebirge nach Marokko fahren, um sich dort vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Der weltweit tätige Hotelier Richard Branson, der diverse Resorts u.a. in der Karibik, der Schweiz, Südafrika und auf Mallorca betreibt, eröffnete vor Kurzem einen aus sechs fest verankerten Zelten bestehenden Luxus-Campingplatz am Fuße des Atlasgebirges. In unmittelbarer Nachbarschaft des Campingplatzes befindet sich die ehemalige Festung Kasbah Tamador, die von Branson inzwischen zu einem Hotel umfunktioniert wurde.

 

Branson, der sich selbst einen Abenteurer nennt, hat den Standort für sein neues Hotel samt angeschlossenem Luxus-Campingplatz nach eigener Aussage beim Versuch entdeckt, die Welt mit einem Ballon zu umrunden. Der Rekordversuch scheiterte zwar, dafür kam im die Idee für den Luxus-Campingplatz im Atlasgebirge in Marokko . Mit diesem neuartigen Projekt verfolgt der umtriebige Unternehmer das Ziel, das Leben in der Wüste mit den Annehmlichkeiten eines Luxus-Hotels zu verbinden, was ihm allem Anschein nach auch sehr gut gelungen ist.

 

Eine Nacht im Luxus-Zelt kostet für zwei Personen stolze 950 Euro inklusive Frühstück. Dafür sind die Zelte mit Klimaanlage, individuellen Möbeln bester Qualität, einem eigenen Swimming-Pool und vielen weiteren Annehmlichkeiten ausgestattet, die sonst nur aus Luxus-Hotels bekannt sind. Die Isomatte und der Schlafsack werden in diesen Zelten selbstverständlich von einem großen, komfortablen Bett ersetzt.

Vorerst keine Wüstentouren mehr in Libyen

30. September 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Libyen hat dem gerade zu Ende gegangenen Entführungsdrama um eine 19-köpfige Reisgruppe in Ägypten eine schnelle und konsequente Reaktion folgen lassen. Mit sofortiger Wirkung haben die libyschen Behörden ein generelles Verbot für Wüstentouren und Safaris im Süden des Landes ausgesprochen, das bis auf Weiteres gültig bleiben soll. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte das Verbot der libyschen Tourismusbehörde, von dem es am Wochenende in Kenntnis gesetzt wurde, und rief alle Deutschen dazu auf, dieser Anordnung auf jeden Fall Folge zu leisten.

 

Dem Beschluss zufolge wurden unter anderem die bei ausländischen Touristen besonders beliebten Städte Ghat und Ghadames zur No-Go-Area erklärt. Ghat liegt unweit der algerischen Grenze und war in früheren Zeiten ein wichtiges Zentrum für den Handel unter den Sahara-Anrainern und lebt heute vor allem vom Tourismus. Ghadames hingegen zählt dank seiner Altstadt zum Weltkulturerbe der UNESCO und liegt gut 500 km südlich der libyschen Hauptstadt Tripolis. In Ghadames leben in erster Linie Berber und Tuareg. Dabei handelt es sich um Nomadenstämme, die sich perfekt an die lebensfeindlichen Bedingungen in der Sahara angepasst haben.

 

Das Auswärtige Amt warnt schon seit einiger Zeit vor Reisen in Gebiete rund um die Sahara, da die Entführungs- und Terrorgefahr insbesondere für deutsche Touristen sehr hoch sei. Reisen in die Mittelmeergebiete Nordafrikas seien dagegen nach wie vor ohne besonderes Gefahrenpotenzial möglich, so das Auswärtige Amt.