Ramadan im Hochsommer und seine Auswirkungen auf den Tourismus
18. August 2010 - Artikel von: Kai Rebmann
Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und für streng gläubige Moslems eine Zeit des absoluten Fastens. Zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ist den Moslems während des Ramadans jede Aufnahme von Nahrung untersagt – ob in flüssiger oder fester Form. Die Nichtbeachtung der Fastenregel im Ramadan kann in islamisch geprägten Ländern weitreichende Konsequenzen haben, wie die Entlassung von Ali Daei, einem Ex-Spieler von Bayern München, bei seinem aktuellen Arbeitgeber im Iran gezeigt hat.
In diesem Jahr fällt der Ramadan ausgerechnet in den Hochsommer und damit die Hauptreisezeit in vielen arabischen Ländern. Während die Auswirkungen für den Tourismus auf der Arabischen Halbinsel mitunter sehr gravierend ausfallen, wird es mit dem Fasten im Ramadan andernorts nicht ganz so genau genommen. Insbesondere in den Ländern Nordafrikas – etwa Ägypten, Tunesien, Algerien oder Marokko Reisen - können sich Touristen aus Europa auch im Ramadan auf einen störungsfreien Urlaub freuen.
Auch wenn viele Märkte, Restaurants und Bars am südlichen Mittelmeer den Ramadan und seine Gebote beachten, so gibt es in den touristischen Zentren trotzdem auch einige Gastronomen, die ihre Betriebe auch tagsüber öffnen und sogar Alkohol ausschenken bzw. das Rauchen gestatten. Um nicht unfreiwillig Ärger zu provozieren, ist es trotzdem ratsam, sich bei der Ankunft im Hotel nach den Sitten und Bräuchen während des Ramadan zu erkundigen.