Archiv für die Kategorie ‘Arabische Halbinsel’

Burj Chalifa in Dubai feierlich eröffnet

05. Januar 2010 - Artikel von: Leoni Zynga

Nachdem Dubai in den vergangenen Wochen im Zusammenhang mit seiner miserablen Finanzlage in den Medien eher für negative Schlagzeilen gesorgt hat und sich derzeit offensichtlich nur noch dank der Hilfe des Nachbarn Abu Dhabi über Wasser halten kann, gibt es dieser Tage auch wieder etwas Positives aus Dubai zu berichten. Im Beisein des Scheichs Mohammed bin Raschid al Maktoum wurde in Dubai der “Burj Chalifa“ eröffnet. Mit unglaublichen 828 Metern ist der “Burj Chalifa“ ab sofort das höchste Gebäude der Welt und überragt seinen Vorgänger “Taipeh 101“ in Taiwan um mehr als 300 Meter.

In vielen deutschen Medien war dieser Tage von der Eröffnung des “Burj Dubai“ zu lesen und hören. Aus Dankbarkeit gegenüber dem Emirat Abu Dhabi, das Dubai zuletzt mit einer Finanzspritze rettete, wurde das Gebäude kurzfristig noch in “Burj Chalifa“ umbenannt. Die Bauarbeiten am “Burj Chalifa“ in Dubai erstreckten sich über fünf Jahre, beschäftigten 12.000 Arbeiter und verschlangen knapp 2 Milliarden US-Dollar. Künftig beherbergt der “Burj Chalifa“ in Dubai rund 12.000 Menschen, unter anderem in Bürokomplexen, Eigentumswohnungen, Appartements und Hotels.

Das wohl luxuriöseste Hotel im 828 Meter hohen “Burj Chalifa“ in Dubai ist das Armani Hotel, zugleich das erste Hotel des gleichnamigen Modeschöpfers Giorgio Armani aus Italien. Nicht weniger als 160 exklusive Suiten stehen den Touristen und Geschäftsreisenden im Armani Hotel in Dubai ab dem 18. März 2010, dem Datum der offiziellen Eröffnung, zur Verfügung. Weitere Armani Hotels befinden sich derzeit in Mailand, Marokko und Ägypten im Bau.

Abu Dhabi als Gewinner bei den World Travel Awards

10. November 2009 - Artikel von: Bora

Abu Dhabi zählt in den Vereinigten Arabischen Emiraten neben Dubai zu den boomenden Ferienregionen im Mittleren Osten. Einen wesentlichen Anteil am Erfolg des Emirats am Arabischen Golf hat dabei sicherlich ein perfekt funktionierendes Marketing-Konzept, das in Abu Dhabi auf die individuellen Bedürfnisse des Tourismus abgestimmt wurde. Glanz, Glamour und Luxus, die Abu Dhabi ebenso wie in Dubai zur Genüge versprüht werden, tragen ihr Übriges zur Boom-Destination VAE bei.

Für die erstgenannte Komponente, das Marketing für die gleichnamige Region im Mittleren Osten, zeichnet die Abu Dhabi Tourism Authority verantwortlich, die erst vor wenigen Wochen ihr fünfjähriges Jubiläum feiern konnte. In dieser Zeit seit der Gründung konnten die Buchungszahlen in Abu Dhabi fast schon exponential gesteigert werden, so dass es vor diesem Hintergrund kaum überraschen kann, dass die Abu Dhabi Tourism Authority nun mit dem Gewinn des “World Travel Award“, der wohl renommiertesten Auszeichnung der Branche, erneut Grund zum Feiern hat. Die ADTA, die den World Travel Award in London in der Kategorie “World´s Leading Tourist Board“ überreicht bekommen hat, unterhält im Ausland  Niederlassungen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Australien und China, so dass ein Großteil der Touristen in Abu Dhabi aus diesen Ländern kommt.

Aktuelle Statistiken weisen für Abu Dhabi in den VAE bis zu 1,5 Millionen Touristen pro Jahr aus, womit das Ende der Fahnenstange am Arabischen Golf aber noch längst nicht erreicht sein soll. Für das Jahr 2010 strebt Abu Dhabi eine erneute Steigerung um 10 % an, was angesichts des sich abzeichnenden Endes der globalen Wirtschaftskrise durchaus als realistisch bewertet werden kann.

Oman Air ab sofort nonstop von Frankfurt nach Muscat

31. Oktober 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Das Sultanat Oman liegt am gleichnamigen Golf im Nahen Osten und rückt mit seiner Hauptstadt Muscat ab sofort noch ein Stück näher an Deutschland heran. Der Grund dafür ist, dass die staatliche Fluggesellschaft Oman Air seit dem heutigen Freitag den Flughafen Frankfurt, den größten Airport in Deutschland, ab sofort viermal wöchentlich per Direktflug mit Muscat verbindet. Oman Air feiert mit seiner neuen Verbindung gleichzeitig eine Premiere auf dem Flughafen Frankfurt und ist ab sofort eine von über 130 Fluggesellschaften in der Finanzmetropole zwischen Rhein und Main.

Der Oman zählt ebenso wie die westlich angrenzenden Vereinigten Arabischen Emirate, hier insbesondere Dubai, zu den Boom-Regionen im Nahen Osten. Gerade im Winter zählen der Nahe Osten und Oman dank ihres günstigen Klimas zu den bevorzugten Sonnenzielen für Touristen aus Deutschland und  Mitteleuropa. Aber auch im Bereich der Geschäftsreisen gewinnen der Oman und seine Hauptstadt Muscat immer mehr an Bedeutung, so dass die Direktflüge ab Frankfurt zu Beginn des Winters nicht zum ungünstigsten Zeitpunkt kommen.

Oman Air wird Frankfurt und Muscat im Oman künftig jeweils montags, mittwochs, freitags und sonntags per Direktflug verbinden. Der Premierenflug am heutigen Freitag ging völlig reibungslos über die Bühne und wurde in einem Airbus A330 absolviert. Mit der Verbindung nach Muscat konnte der Flughafen Frankfurt zugleich die letzte größere Lücke im Nahen Osten schließen, so dass nun alle wichtigen Destinationen von Frankfurt aus erreichbar sind.

Bessere Schutz für Felsenstadt Petra in Jordanien

30. März 2009 - Artikel von: Kai Rebmann

Die Felsenstadt Petra in Jordanien nahm im Bereich der touristischen Vermarktung im Laufe der vergangenen 25 – 30 Jahre eine derart rasante Entwicklung, die weltweit ohne Beispiel sein dürfte. Bevor Petra im Hinterland Jordaniens im Jahr 1985 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, wussten in Europa allenfalls einige bibelfeste Christen von der Existenz der historischen Felsenstadt. Eine weitere Aufwertung erhielt das wahrscheinlich bedeutendste Kulturdenkmal Jordaniens im Jahr 2007 durch die Aufnahme in die Liste der sogenannten “Sieben Weltwunder der Moderne“, die von der UNESCO allerdings nicht anerkannt wird.

 

Der Tourismus, der sich rund um die Felsenstadt Petra in Jordanien entwickelt hat, birgt für die Einheimischen zwar jede Menge neuer Chancen, bringt aber gleichzeitig auch einige Nachteile für das Kulturdenkmal mit sich. Immer mehr Archäologen sind um den langfristigen Erhalt der weltweit einzigartigen Felsenstadt Petra in Sorge, da ein zunehmend rücksichtsloses Verhalten einzelner Touristengruppen festzustellen ist. Nicht selten würden Namen oder Ähnliches in die Felswände geritzt oder gar komplette Steinblöcke herausgeschlagen, um diese als Souvenir mitzunehmen, so die Klagen der Archäologen und Kulturschützer in Jordanien.

 

Rund um die Felsenstadt Petra werden daher im Moment Überlegungen angestellt, mit welchen Maßnahmen das kulturelle Denkmal besser vor den negativen Auswirkungen des Tourismus geschützt werden könnte. Ob, wann und welche Vorschriften für die Touristen in der Felsenstadt Petra erlassen werden, ist derzeit jedoch noch offen. 

Museum für Islamische Kunst in Doha (Katar)

25. März 2009 - Artikel von: Kai Rebmann

Die Scheichs in den arabischen Golfstaaten sind offensichtlich immer für eine Überraschung zu haben und wirken in ihrem Streben nach Perfektionismus auf allen Ebenen nahezu unersättlich. Seit Beginn des Jahres hat in Doha, der Hauptstadt von Katar, das Museum für Islamische Kunst eröffnet und stieß bei Touristen und Einwohnern bisher auf ein weitgehend positives Echo. Dieser auf den ersten Blick nicht besonders erwähnenswert erscheinende Aspekt gewinnt dann an Bedeutung, wenn man sich vor Augen hält, dass die Scheichs und ihre Untertanen bis vor nicht allzu langer Zeit wenig bis nichts für Kunst und Kultur, geschweige denn Museen übrig hatten.

 

Dabei soll das Museum für Islamische Kunst in Doha nur der Anfang sein. Weitere Museen in Katar und den benachbarten Golfstaaten sind bereits in Planung oder sogar schon am Entstehen. Im Museum für Islamische Kunst in Doha finden sich Relikte aus allen Regionen und Epochen, die unter dem Einfluss des Islams standen oder stehen. Touristen, die bei einem Museumsbesuch gerne ihre Ruhe haben möchten, sollten unter der Woche im Museum für Islamische Kunst vorbeischauen, da der Hauptandrang freitags und am Wochenende zu verzeichnen ist.

 

Bilder oder sonstige Werke, die Lebewesen abbilden, sucht man im Museum für Islamische Kunst in Katar allerdings vergeblich, da dies in der muslimischen Kultur verpönt und bei strenger Auslegung des Korans sogar verboten ist. Das Verbot gilt sowohl für die bildliche Darstellung von Tieren als auch für Menschen.