Archiv für die Kategorie ‘Griechenland’

Mietwagen auf Kos Testsieger des ADAC

25. Mai 2009 - Artikel von: Kai Rebmann

Der ADAC ging in den letzten Wochen der Frage nach, wie es um die Sicherheit und den Service bei Mietwagen in einigen der beliebtesten Urlaubsländer in Europa bestellt ist. Auf den Prüfstand kamen dabei insgesamt 60 Mietwagen aus sieben Ländern. Die Tester des ADAC waren in Griechenland, Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Spanien und der Türkei unterwegs. Der ADAC-Test ist Teil des sogenannten Euro Tests, an dem insgesamt 18 Autoclubs aus 17 europäischen Ländern teilnehmen.

 

Unter dem Strich war der ADAC mit den Ergebnissen beim diesjährigen Mietwagen-Test eher unzufrieden, auch wenn es einige positive Ausnahmen gab. Von den 60 gestesteten Mietwagen-Stationen in den genannten Urlaubsländern konnten nur zwei Anbieter mit “sehr gut“ benotet werden, zwei Mietwagen-Stationen erhielten immerhin noch eine “gute“ Note. Testsieger des ADAC wurde in diesem Jahr mit der Mietwagen-Station “National“ ein Anbieter, der auf der griechischen Insel Kos beheimatet ist. Allerdings kommt auch das namentlich nicht genannte Schlusslicht des ADAC-Tests aus Griechenland und ist auf der Insel Santorin beheimatet.

 

Etwa ein Fünftel aller Testteilnehmer fiel beim ADAC aufgrund teilweise erheblicher technischer Mängel bei Lenkung, Bremsen oder Fahrgastsicherheit komplett durch den Test. Bei etwas mehr als der Hälfte der Teilnehmer gab es von der technischen Seite zwar keine Beanstandungen, sehr wohl aber beim Service. Die fachliche Beratung, höflicher Kundenumgang oder Hinweise auf Versicherungsleistungen seien bei den Mietwagen-Stationen eher die Ausnahme gewesen, so der ADAC.

Kreuzfahrtschiff “Sea Diamond” soll geborgen werden

14. April 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Vor etwas mehr als zwei Jahren, am 5. April 2007, ist das Kreuzfahrtschiff “Sea Diamond“ vor der Küste der zu Griechenland gehörenden Insel Santorin gesunken. Die Einwohner nutzten den zweiten Jahrestag der Havarie, bei der zwei Passagiere ums Leben gekommen sind, aber 1.545 Menschenleben gerettet werden konnten, um die Bergung der “Sea Diamond“ zu fordern. Bisher fühlten sich weder die Reederei Louis aus Zypern, der die “Sea Diamond“ gehörte, noch die griechische Regierung für die Bergung des Kreuzfahrtschiffs verantwortlich.

 

Die Regierung hatte die Bergung der “Sea Diamond“ vor Santorin bereits zum wiederholten Male zugesagt, den Ankündigungen bisher aber noch keine Taten folgen lassen. Messungen und weitere Untersuchungen an der Unglücksstelle in der Bucht von Santorin haben ergeben, dass von der “Sea Diamond“ keine giftigen Rückstände ins Meerwasser gelangen können und daher keine Gefahr für Badegäste oder die Meeresbewohner in der Umgebung von Santorin besteht. Trotz dieser Ergebnisse bestehen die Einwohner Santorins nach wie vor auf einer Bergung des Kreuzfahrtschiffs. Verschiedene Oppositionsparteien unterstützen das Anliegen der Bürger im griechischen Parlament.

 

Ein erster Schritt zur Bergung der “Sea Diamond“ vor Santorin soll in der kommenden Woche gemacht werden. Die Reederei aus Zypern hat angekündigt, den Treibstoff aus dem Tank des Kreuzfahrtschiffs abzupumpen und damit die größte Gefahrenquelle zu beseitigen. Wie der weitere Fahrplan bis zur vollständigen Bergung der “Sea Diamond“ aussieht, ist hingegen noch nicht bekannt geworden.

Akropolis in Athen wieder für Touristen geöffnet

12. März 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Als Akropolis werden in Griechenland festungsähnliche Anlagen bezeichnet, die zumeist in den letzten Jahrhunderten vor der Zeitenwende erbaut worden sind. Die Akropolis von Athen ist nicht nur Wahrzeichen der griechischen Hauptstadt, sondern auch eine der begehrtesten Sehenswürdigkeiten für die Touristen, die ihren Urlaub in Griechenland verbringen. Umso härter wurde Athen von einem knapp zweiwöchigen Streik des Personals in der Akropolis getroffen, der laut den Angaben eines griechischen Rundfunksenders jedoch heute beendet wurde.

 

Die Akropolis in Athen könne seit dem heutigen Donnerstag nun auch wieder aus der Nähe betrachtet werden, wie der staatliche Rundfunk meldete. Dies war in den letzten beiden Wochen nicht möglich, sehr zum Verdruss der Touristen und Hoteliers in Athen. Letztere fürchten angesichts der Finanzkrise, die sich in Griechenland im Bereich des Tourismus besonders stark bemerkbar macht, teilweise schon um ihre Existenz und tun sind vor diesem Hintergrund mehr denn je auf die Akropolis als Touristenattraktion angewiesen.

 

Die Akropolis von Athen wurde zwischen 467 und 406 vor Christus erbaut und zählt seit 1986 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Weithin sichtbar erhebt sich die Akropolis auf einem über 150 Meter hohen Felsplateau über die griechische Hauptstadt Athen. Im Stadtzentrum von Athen befindet sich außerdem noch das Akropolis Museum, das sich mit der Geschichte der Burg und der Mythologie des Alten Griechenlands beschäftigt.

Streik der Zollbeamten in Griechenland beendet

07. Oktober 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Die Fronten zwischen den Beamten des Zolls und der Regierung in Griechenland sind nicht mehr ganz so verhärtet wie im Verlauf der vergangenen Woche. Von Montag bis Freitag war ein Großteil der Zollbeamten in Griechenland in den Ausstand getreten, was erhebliche Konsequenzen für den Grenzverkehr nach sich gezogen hatte. Am vergangenen Wochenende wurde der Streik jedoch beendet, so dass die Verkehrslage an den Grenzübergängen nach Griechenland inzwischen wieder als normal bezeichnet werden kann. Der Beendigung des Streiks der griechischen Zollbeamten war die Entscheidung eines Gerichts in der griechischen Hauptstadt Athen vorausgegangen, wonach der Streik nicht rechtens sei.

 

Die größten Negativfolgen des Zöllner-Streiks bekamen Touristen und Lkw-Fahrer zu spüren, die in kilometerlangen Staus vor den Grenzübergängen nach Griechenland teilweise mehrere Stunden ausharren mussten. Dasselbe galt natürlich auch für die Verkehrswege, die aus Griechenland heraus führen. Darüber hinaus kam es an einigen Tankstellen in Griechenland langsam aber sicher zu Benzinengpässen, da diese gar nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt beliefert werden konnten.

 

Auslöser des Streiks war die Abschaffung einer jährlichen Bonuszahlung, die die Zollbeamten in Griechenland bisher zusätzlich zu ihrem Gehalt bekamen. Der Protest richtete sich also gegen die Regierung in Athen, die die Arbeit der Zollbeamten nach Meinung der Streikführer nicht ausreichend honoriert.  

Bio-Segment in Griechenland verzeichnet leichte Rückgänge

22. August 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Der noch recht junge Bio-Markt in Griechenland verzeichnete im Jahr 2007 erstmals einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Bio-Produkte stehen in Griechenlands Supermärkten und Feinkostläden erst seit drei Jahren in den Regalen, so dass sich aus den neuesten Zahlen noch keine Tendenz in eine bestimmte Richtung ableiten lässt.

 

Die Anbaufläche für Bio-Produkte betrug in Griechenland im Jahr 2007 knapp 300.000 Hektar, was einer Minderung von 8 % entspricht. Sehr verbreitet sind in Griechenland Grünflächen, auf denen Schafe und Ziegen nach Bio-Richtlinien gehalten werden. Diese Flächen machen rund die Hälfte aller biologischen Anbaugebiete Griechenlands aus. Auf den Acker- und Getreideanbau entfielen 31 bzw. 14 % aller Bio-Flächen. Mischbetriebe, die sowohl Ackerbau als auch Tierhaltung betreiben gibt es in Griechenland so gut wie nicht.

 

Die größte Rolle im Bereich der Bio-Exporte spielen nach wie vor Steinobstfrüchte, die gegenüber dem Jahr 2006 sogar etwas zulegen konnten. Zu den Hauptabnehmern für Bio-Früchte aus Griechenland zählt unter anderem auch Deutschland.

Da neben den oben genannten Produkten auch der Bereich Zitrusfrüchte Einbußen hinnehmen musste, wurde das positive Ergebnis der Steinobst-Sparte wieder zunichte gemacht.

 

Marktforscher sehen auf Griechenlands Bio-Markt dennoch rosige Zeiten zukommen. Derzeit gibt jeder Grieche im Schnitt etwa 5 Euro pro Jahr für Bio-Produkte aus. Bis zum Jahr 2010 wird hier eine Steigerung um 140 % auf dann 12 Euro pro Person und Jahr erwartet.