Archiv für die Kategorie ‘Großbritannien’

Schwaches Pfund macht Großbritannien zum günstigen Reiseziel

15. April 2009 - Artikel von: Kai Rebmann

Der starke Euro bzw. das schwache Pfund schlagen sich deutlich in den Reisestatistiken der ersten drei Monate des laufenden Jahres 2009 nieder. Reisen nach Großbritannien, insbesondere Kurztrips in die britische Hauptstadt London, werden deutlich stärker nachgefragt als im Vorjahreszeitraum. Da diese Kurzreisen nach London nicht selten zum Shopping in der Weltmetropole genutzt werden, gehören neben den Hotels auch die Kaufhäuser an Themse zu den Gewinnern des Reisebooms nach Großbritannien.

 

Die Zuwachsraten liegen in allen Branchen, die direkt oder indirekt mit dem Tourismus zusammenhängen, im zweistelligen Prozentbereich. Das bekannte Kaufhaus Selfridges in London weiß gar von Mehreinnahmen in Höhe von 40 % im Januar und Februar dieses Jahres zu berichten. Zu den größten Nutznießern des schwachen Pfunds in Großbritannien gehören den Angaben verschiedener Reiseveranstalter zufolge die Touristen aus Deutschland und Frankreich, für die Großbritannien und London per Flugzeug bzw. aus Frankreich auch per Zug binnen kürzester Zeit erreichbar sind.

 

Ein Ende des Reisebooms nach Großbritannien und seine Hauptstadt London ist vorerst nicht abzusehen. Neben den hervorragenden Shopping-Möglichkeiten hat London auch noch eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten zu bieten, die sich ebenfalls als Touristen-Magneten bemerkbar machen. Grundsätzlich können Touristen aus den Euro-Staaten derzeit nicht nur in Großbritannien, sondern auch in allen anderen Ländern profitieren, in der die starke Gemeinschaftswährung nicht als Zahlungsmittel geführt wird.

Pubs in Großbritannien sehen schlechten Zeiten entgegen

06. August 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Nicht nur für Touristen ist Großbritannien unter anderem untrennbar mit seinen traditionellen Public Houses, besser unter der Kurzform “Pub“ bekannt, verbunden. Umso alarmierender dürften die neuesten Zahlen wirken, die der Verband der britischen Pubs nun für das 2. Quartal 2008 präsentiert hat. In den letzten 12 Monaten mussten von den insgesamt knapp 60.000 Pubs in Großbritannien immerhin 1.400 Gasthäuser ihre Zapfanlage für immer trocken legen. Das bedeutet einen Anstieg um 700 % gegenüber dem Vorjahr, in dem “nur“ 200 Pubs den Gang in die Insolvenz antreten mussten.

 

Die Gründe für die Misere der Pubs, die in Großbritannien so etwas wie Kultstatus genießen, sind laut Rob Hayward, dem Vorsitzenden des Pub-Verbands, vielfältig. In erster Linie werden hierbei die billige Discount-Ware, die hohe Alkoholsteuer sowie das Rauchverbot in Pubs verantwortlich gemacht. Hinzu kommen die gestiegenen Lebenshaltungskosten in Großbritannien infolge von kräftigen Teuerungen bei Strom- und Lebensmittelpreisen.

Konzepte, die diesen Negativtrend umkehren oder zumindest stoppen sollten, gab es in den letzten Monaten zuhauf. So wurde unter anderem mit erweiterten Speisekarten und diversen Weinangeboten versucht, die Kundschaft wieder in die Pubs zu locken – allerdings ohne nennenswerten Erfolg.

 

Dabei geht es lediglich noch den Pubbesitzern in London, der Hauptstadt Großbritanniens, noch einigermaßen gut. Hier kehren wenigstens noch die Touristen ein, die die Pubs noch als eine Art Attraktion ansehen und im Gegensatz zur großen Mehrheit der Einheimischen bereit sind im Pub für ein hausgebrautes Bier den bis zu achtfachen Preis der Billig-Ware aus dem Supermarkt zu bezahlen. Dass die Gastwirte auch in Großbritannien nicht alleine von der Tradition leben können, zeigt die Tatsache, dass immer mehr Pubs an Großketten verkauft werden müssen.