Archiv für die Kategorie ‘Israel’

Badeurlaub in Eilat am Roten Meer in Israel

23. Oktober 2009 - Artikel von: Kai Rebmann

Eilat ist eine Stadt mit rund 50.000 Einwohnern an der Südspitze Israels und der einzige Badeort am Roten Meer, der innerhalb der Grenzen des Heiligen Lands liegt. Das Rote Meer verläuft nur etwas mehr als 10 Kilometer in Israel, was jedoch nichts daran ändert, dass Eilat einer der interessantesten Orte am Roten Meer ist. Eilat liegt im Vierländereck des Nahen Ostens zwischen Israel, Jordanien, Saudi-Arabien und Ägypten, wobei vom Hafen aus in der Regel alle vier Länder zu sehen sind. Besonders in der kalten Jahreszeit bietet sich Eilat als Ziel für einen Badeurlaub am Roten Meer, um unter der Sonne Israels zu überwintern.

Eilat blickt ähnlich wie die meisten anderen Städte in Israel auf eine lange Geschichte zurück und wird in der Bibel erstmals um 1.000 vor Christus zu Zeiten König Salomos erwähnt. Dennoch gehen Antike und Moderne in Eilat im 21. Jahrhundert nach Christus Hand in Hand. Kamel-Touren in die Wüste oder Ausflüge in die antike Felsenstadt Petra zählen in Eilat am Roten Meer ebenso zu den Highlights wie ein 3D-IMAX Kino oder der Freizeitpark King City. Die Korallenriffe im Roten Meer bei Eilat werden auch zu Therapiezwecken genutzt, indem dort das sogenannte Delfin-Schwimmen angeboten wird. Delfinen wird bei verschiedensten Erkrankungen eine therapeutische Wirkung nachgesagt.

Zur Förderung des nationalen Tourismus hat der Staat Israel rund um den Badeort Eilat eine Freihandelszone eingerichtet. Von Deutschland aus ist Eilat in acht Stunden erreichbar, mehrere renommierte Fluggesellschaften fliegen über Tel Aviv bis nach Eilat. Alternativ kann der Transfer von Tel Aviv bis nach Eilat auch in einem Mietwagen vollzogen werden. Günstige Hotels am Roten Meer stehen in Eilat ebenfalls in großer Zahl zur Verfügung.

Archäologen legen unterirdischen Steinbruch in Israel frei

24. Juni 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Israel wird im Zusammenhang mit dem Tourismus in der Regel mit Badeurlaub am Mittelmeer und Toten Meer oder mit Pilgerreisen zu den biblischen Stätten in Verbindung gebracht. Daneben gibt es aber auch für Archäologen kaum ein interessanteres Land als Israel, das insgesamt nur etwa so groß ist wie Hessen. Der neueste Fund, der Archäologen in Israel geglückt ist, hat zwar nicht direkt etwas mit der Bibel, dem Juden- oder Christentum zu tun, ist deshalb aber nicht weniger spektakulär.

In der Nähe der biblischen Stadt Jericho konnte eine Höhle freigelegt werden, deren Alter auf ca. 2.000 Jahren datiert werden konnte. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wurde die Höhle von Menschenhand errichtet und ursprünglich als unterirdischer Steinbruch genutzt. Die Tatsache, dass sich Menschen vor 2.000 Jahren die Mühe machten, einen unterirdischen Steinbruch in den Fels zu schlagen und das Geröll mühsam ans Tageslicht beförderten, gab den Archäologen aus Israel zunächst einige Rätsel auf. Schließlich gelang man zu der Überzeugung, dass sich die Höhle auf heiligen Grund befand, da sie zwischen dem Jordan und der Stadt Jericho erbaut wurde, also an jener Stelle, an der das Urvolk der Israeliten erstmals den Jordan überquerten und ins Heilige Land eingezogen waren.

Zahlreiche Inschriften und bauliche Besonderheiten lassen den Schluss zu, dass die Höhle zunächst zwar als Steinbruch genutzt wurde, in späteren Jahrhunderten aber auch als Kloster oder Tempel. Eine Nutzung der Höhle bei Jericho für touristische Zwecke erscheint als wahrscheinlich, sobald die Archäologen ihre Arbeit beendet haben und die Behörden in Israel grünes Licht geben.

Israel ab Juli im Streckenplan von Air Berlin

27. Mai 2009 - Artikel von: Kai Rebmann

Die deutsche Fluggesellschaft Air Berlin, die auf dem einheimischen Markt in Konkurrenz zu anderen Billigfliegern wie Ryan Air oder Germanwings tritt, wird in Kürze erstmals auch Flüge nach Israel anbieten. Schon ab 99 Euro geht es dann von Berlin nach Tel Aviv, wobei in diesem Preis bereits sämtliche Steuern und Gebühren enthalten sind. Air Berlin will die Flüge von Deutschland nach Israel zunächst zweimal pro Woche anbieten.

 

Die Flugzeuge sollen einer aktuellen Pressemitteilung von Air Berlin zufolge dienstags und donnerstags jeweils am späten Abend in Richtung Tel Aviv abheben und in der Hauptstadt von Israel am frühen Morgen landen. Dank der Nonstop-Verbindung zwischen Deutschland und Israel können kurze Flüge gewährleistet werden, so dass die Geschäftsreisenden und Touristen gut erholt in Tel Aviv ankommen werden. Der Startschuss für die Israel-Flüge von Air Berlin soll am 7. Juli (Dienstag) fallen und ab diesem Datum im regelmäßigen Rhythmus fortgesetzt werden.

 

Mit den Flügen nach Israel wird das Streckennetz von Air Berlin sinnvoll erweitert, da sich das Heilige Land im Nahen Osten vor allem bei Touristen aus Deutschland immer größerer Beliebtheit erfreut. Besonders Pilgerreisen zu den biblischen Schauplätzen in Jerusalem oder am See Genezareth sowie Badeurlaub am Toten Meer stehen hoch im Kurs. Die Anbindung an den Flughafen Berlin erfolgt wahlweise mit der Deutschen Bahn oder per Inlandsflug, der zu den gewohnt günstigen Tarifen ebenfalls bei Air Berlin gebucht werden kann.  

Dramatischer Wasserverlust im Toten Meer

21. März 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Das Tote Meer zwischen Israel und Jordanien ist eines der touristischen Zentren im Nahen Osten. Nun aber schlagen deutsche Wissenschaftler Alarm, nachdem sie die Ergebnisse einer Studie zur Entwicklung des Pegelstands im Toten Meer ausgewertet haben. Demnach verliert das Tote Meer seit rund 30 Jahren soviel Wasser, dass dringend Gegenmaßnahmen ergriffen werden müssen, um gravierende Folgen für die Umwelt vermeiden zu können.

 

Pro Jahr sinkt der Wasserpegel um 70 Zentimeter was einem Wasserverlust von 0,47 km³ oder einer Verringerung der Wasseroberfläche um 4 km² entspricht. Verursacht wird der Wasserverlust im Toten Meer den Wissenschaftlern zufolge nicht in erster Linie durch den Klimawandel, sondern durch den hohen Wasserverbrauch, der Menschen und Industriebetriebe, die sich am Jordan niedergelassen haben. Der Jordan ist der wichtigste Zufluss zum Toten Meer. Abhilfe soll mittelfristig ein Kanal schaffen, der das Tote Meer mit dem Mittelmeer oder dem Roten Meer verbindet und damit für neuen Zufluss sorgt.

 

Die Bezeichnung als Totes Meer ist etwas irreführend, da das Gewässer streng genommen ein See ist, der eine Fläche von rund 800 km² einnimmt. Aufgrund des hohen Salzgehalts, der bis zum zehnfachen andere Meere beträgt, kommt organisches Leben im Toten Meer nur in Form kleinster Bakterien vor. Neben dem Badetourismus ist am Toten Meer auch ein nennenswerter Gesundheitstourismus zu verzeichnen, da dem extrem salzhaltigen Wasser heilende Wirkung bei Hauterkrankungen zugeschrieben wird. Das Tote Meer ist außerdem der tiefste Landpunkt der Erde.

Papstbesuch soll Tourismus in Israel ankurbeln

17. März 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Israel liegt am östlichen Ende des Mittelmeers und hat sich inzwischen auch als Reiseziel einen Namen gemacht, nachdem das Land zuvor fast ausschließlich als weltweiter Krisenherd von sich Reden machen konnte. Zwar gilt Israel und vor allem Jerusalem auch heute noch als Zankapfel zwischen Christen und Juden einerseits sowie den Anhängern des Islams auf der anderen Seite, dennoch hat sich die politische Lage mittlerweile weitgehend stabilisiert. Eine weitere Belebung des nationalen Tourismus verspricht sich Israel nun vom angekündigten Besuch von Papst Benedikt XVI., der im Mai ins Heilige Land reisen will.

Bereits in der Vergangenheit konnte Israel vom sogenannten Papsttourismus profitieren, der die ohnehin schon hohe Zahl an Pilgern regelmäßig nach oben treibt. Alleine im letzten Jahr fanden über 1 Million überwiegend christliche Pilger den Weg nach Israel. Damit machen die Pilger rund ein Drittel aller Touristen in Israel aus. Im Zusammenhang mit Pilgerreisen stehen meistens Israel Reisen und Rundreisen durch das Heilige Land mit Besuchen der biblischen Stätten auf dem Programm.

Israels Tourismusminister Ruhama Avraham Balila sieht in dem anstehenden Besuch des Papstes nicht nur für die Reisewirtschaft im Heiligen Land einige Chancen, sondern auch für den Dialog mit den Palästinensern. Der Friedensprozess im Nahen Osten zwischen Israel und Palästina zählt nach wie vor zu den wichtigsten und stets aktuellen Themen der Weltpolitik.