Papstbesuch soll Tourismus in Israel ankurbeln
17. März 2009 - Artikel von: Leoni Zynga
Israel liegt am östlichen Ende des Mittelmeers und hat sich inzwischen auch als Reiseziel einen Namen gemacht, nachdem das Land zuvor fast ausschließlich als weltweiter Krisenherd von sich Reden machen konnte. Zwar gilt Israel und vor allem Jerusalem auch heute noch als Zankapfel zwischen Christen und Juden einerseits sowie den Anhängern des Islams auf der anderen Seite, dennoch hat sich die politische Lage mittlerweile weitgehend stabilisiert. Eine weitere Belebung des nationalen Tourismus verspricht sich Israel nun vom angekündigten Besuch von Papst Benedikt XVI., der im Mai ins Heilige Land reisen will.
Bereits in der Vergangenheit konnte Israel vom sogenannten Papsttourismus profitieren, der die ohnehin schon hohe Zahl an Pilgern regelmäßig nach oben treibt. Alleine im letzten Jahr fanden über 1 Million überwiegend christliche Pilger den Weg nach Israel. Damit machen die Pilger rund ein Drittel aller Touristen in Israel aus. Im Zusammenhang mit Pilgerreisen stehen meistens Israel Reisen und Rundreisen durch das Heilige Land mit Besuchen der biblischen Stätten auf dem Programm.
Israels Tourismusminister Ruhama Avraham Balila sieht in dem anstehenden Besuch des Papstes nicht nur für die Reisewirtschaft im Heiligen Land einige Chancen, sondern auch für den Dialog mit den Palästinensern. Der Friedensprozess im Nahen Osten zwischen Israel und Palästina zählt nach wie vor zu den wichtigsten und stets aktuellen Themen der Weltpolitik.
