Archiv für die Kategorie ‘Kanada’

Biketrains in Kanada künftig mit verlängerten Einsatzzeiten

12. Oktober 2009 - Artikel von: Bora

Die traditionellen Biketrains, die es Urlaubern in Kanada im Sommer und Herbst ermöglichen, ihr Fahrrad kosten- und umweltschonend quer durch das ganze Land zu transportieren, werden ab kommenden Jahr bereits zu Beginn des Sommers eingesetzt. Nicht erst ab Mitte August, sondern bereits im Juni wird der Biketrain die sportlichen Urlauber und ihre Fahrräder in Kanada wahlweise von Toronto bis zu den Niagara Wasserfällen oder in die andere Richtung von Toronto nach Montreal bringen. Radwandern in Kanada ist im Herbst besonders reizvoll, wenn der “Indian Summer“ die Wälder und Felder im Osten des Landes in bunter Farbenpracht erstrahlen lässt.

Der Biketrain in Kanada ist ein besonderer Service der staatlichen Bahngesellschaft VIA Rail, der sich im Sommer und Herbst seit Jahren einer steigenden Nachfrage erfreut. Aus diesem Grund hat sich VIA Rail nun dazu entschieden, die Radwander-Saison in Kanada schon rund zwei Monate früher beginnen und ihren Biketrain dementsprechend länger zwischen den Niagara Wasserfällen, Toronto und Montreal verkehren zu lassen. Die Änderungen wurden dieser Tage im Rahmen einer Tourismus-Messe Whistler Mountain, einer weiteren reizvollen Urlaubsregion in Kanada, bekannt gegeben und sollen bereits ab dem Sommer 2010 umgesetzt werden.

Der Biketrain in Kanada verfügt auf den Routen Toronto – Niagara Falls und Toronto – Montreal über ein gesondertes Abteil für Fahrräder. Aufgrund der Größe Kanadas ist der Biketrain ein gerne genutztes Verkehrsmittel, um mehrere Regionen des Landes während eines Aufenthalts per Fahrrad zu erkunden.

Der Banff Nationalpark in den Rocky Mountains, Kanada

09. September 2009 - Artikel von: Kai Rebmann

Der Banff Nationalpark in der kanadischen Provinz Alberta wurde bereits im Jahr 1885 eröffnet und gehört damit zu den drei ältesten Nationalparks der Welt. Auf rund 6.500 km² leben in einem der größten Nationalparks in den Rocky Mountains zahlreiche Vogel- und andere Tierarten, die teilweise nur noch in diesem Naturschutzgebiet anzutreffen sind. Im Banff Nationalpark, der zum Weltnaturerbe der UNESCO zählt, werden pro Jahr 5 Millionen Touristen gezählt, wobei die Hauptsaison auf den Sommer fällt. Ein kontinuierlich wachsendes Skigebiet sorgt im Banff Nationalpark in Kanada seit einigen Jahren auch im Winter für steigende Besucherzahlen.

Vieles spricht also dafür, sich für einen Urlaub im Banff Nationalpark im Herbst zu entscheiden. Farbenprächtige Wälder, ein traumhaftes Panorama mit den Rocky Mountains sowie eine abwechslungsreiche Tier- und Pflanzenwelt sind nur einige Argumente, die der Banff Nationalpark in Alberta in die Waagschale werfen kann. Ein Highway und eine Zuglinie, die direkt durch den Banff Nationalpark führen, bringen die Besucher innerhalb kürzester Zeit aus der Abgeschiedenheit der Natur zurück in die Zivilisation. Neben zahlreichen Hotels, z.B. dem Banff Spring Hotel oder Chateau Lake Louise am gleichnamigen See, sind im Banff Nationalpark auch zahlreiche, deutlich preisgünstigere bzw. kostenlose Zeltplätze vorhanden.

Das Zelten in der freien Wildnis des Banff Nationalparks in den kanadischen Rocky Mountains will allerdings gelernt sein. In erster Linie gilt es, sich vor unerwünschten Besuchern zu schützen, z.B. dem Grizzlybär. Nahrungsvorräte sollten daher möglichst abseits der Zelte in einer sogenannten Bärenbox verstaut werden, da diese Bären und andere Wildtiere anlocken können. Für den Aufenthalt im Banff Nationalpark in Alberta wird eine formale Genehmigung benötigt, die auf Anfrage bei der Verwaltung des Nationalparks erhältlich ist.

Großes Segel-Festival in Kanada

19. Mai 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Kanada ist und bleibt für viele deutsche Touristen ein Traum. Vor allem Reisen in die Natur stehen bei einem Urlaub in Kanada ganz oben auf der Hitliste. Aber auch die Städte an den Küsten des nordamerikanischen Reiseziels haben im Sommer einige Highlights zu bieten. In Halifax und weiteren Küstenstädten wie Louisburg, Lunenburg, Pictou, Port Hawkesbury, Pugwash oder Sydney können sich Touristen vom 16. – 26.07. persönlich davon überzeugen. In dieser Zeit findet dort das “Ships Nova Scotia Festival 2009“ statt. Dabei handelt es sich um ein Festival, bei dem eine ganze Reihe an größeren Segelschiffen zu sehen sein wird.

 

Die Segelschiffe machen während des Festivals in allen genannten Städten entlang der kanadischen Küste Station, wobei der Schwerpunkt der Aktivitäten in Halifax liegen wird. Während sich die einheimischen Fans des Segelsports und Touristen noch zwei Monate gedulden müssen, haben die teilnehmenden Segelschiffe und deren Crews schon jetzt alle Hände voll zu tun.

 

Am 30. April fiel in der spanischen Küstenstadt Vigo der Startschuss zu einer internationalen Regatta, die quer über den Atlantik von Europa bis nach Kanada führen wird. Im Rahmen der “Tall Ships Atlantic Challenge“ legen die Segelschiffe auf dem Atlantik in den kommenden Wochen insgesamt 7.000 Seemeilen zurück, bevor sie das Ziel in Halifax erreichen. Die Zielankunft in Kanada markiert gleichzeitig auch den Beginn des Segel-Festivals in Halifax.

EU und Kanada schließen Luftfahrt-Abkommen

08. Mai 2009 - Artikel von: Kai Rebmann

Am Rande eines internationalen Gipfels in der tschechischen Hauptstadt Prag haben sich Vertreter der EU und Kanadas auf eine Vereinfachung des Luftverkehrs verständigt. Die “Open Skies“-Abkommen genannte Vereinbarung soll den Himmel zwischen Europa und Kanada im wahrsten Sinne des Wortes öffnen und bisher bestehende Beschränkungen in der zivilen Luftfahrt der Vergangenheit angehören lassen. Als Vorbild für dieses Abkommen diente eine ähnliche Vereinbarung, die die EU im vergangenen Jahr bereits mit den USA geschlossen hat.

 

Ab sofort wird es jeder Fluggesellschaft aus Kanada oder einem Mitgliedsstaat der EU möglich sein, jeden beliebigen Flughafen innerhalb der 27 EU-Staaten und Kanada anzusteuern. Bisher mussten die Fluggesellschaften, und damit auch die Touristen, mit Beschränkungen bezüglich bestimmter Strecken, Preisen oder der Anzahl von Flugverbindungen leben. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zeigte sich mit dem Inhalt des “Open Skies“-Abkommens zwischen Kanada und der EU sehr zufrieden und betonte die großen Vorteile für Touristen und Geschäftsreisende.

 

Das “Open Skies“-Abkommen zwischen Kanada und der EU rückt an die Stelle von einzelnen Vereinbarungen, die jeder Mitgliedsstaat der EU mit Kanada getroffen hatte. Damit ist Kanada für Bürger aus der EU künftig noch besser und nicht selten auch etwas günstiger zu erreichen als in der Vergangenheit. Verbraucherverbände und Fluggesellschaften zeigten sich mit dem Abschluss des “Open Skies“-Abkommens zwischen Kanada und der EU ebenfalls sehr zufrieden.

Sensationsfund in der Hudson Bay in Kanada

03. November 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Geologen sind an der Hudson Bay, einer der schönsten und bekanntesten Buchten in Kanada, vor einigen Wochen auf den bisher ältesten Fels der Erdgeschichte gestoßen. Ein entsprechender Bericht über die wissenschaftliche Sensation erschien bereits im Magazin “Science“ und anderen Fachzeitschriften. Die Felsformation wird von den Geologen auf ein Alter von rund 4,25 Milliarden Jahren geschätzt, womit der Fels aus den Jugendtagen unserer Erde stammen würde. Damit musste eine andere Gesteinsformation im Nordwesten Kanadas, die “nur“ vier Milliarden Jahre alt ist, den Titel als ältester Stein der Erde an den Fels in der Hudson Bay abgeben.

 

Funde diesen Alters, die die Wissenschaft der Entstehungszeit unserer Erde zuschreibt, sind äußerst selten und wenn, dann immer geologischer Art. In den Milliarden von Jahren unterliegt die Erdoberfläche einem ständigen Veränderungsprozess, bei dem sich die verschiedenen Erdplatten übereinander schieben bzw. umwälzen. Darüber hinaus wird auch der härteste Stein früher oder später von den Gezeiten Wind und Wasser abgenutzt, so dass nichts als Staub zurückbleibt. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel, wie der neueste Fund in der Hudson Bay in Kanada einmal mehr gezeigt hat.

 

Die Datierung von Gesteinen wird durch den Zerfall bestimmter chemischer Elemente bzw. deren Halbwertszeit möglich. Anhand des Zerfallsstadiums können Geologen Rückschlüsse auf das ungefähre Alter eines Steins ziehen. Im Fall des Felsen aus der Hudson Bay war das Element Samarium-146 fast vollständig zu Neodym-142 zerfallen.