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Niederlande hofft auf Neuauflage der 11-Städte-Tour in Friesland

27. Januar 2010 - Artikel von: Kai Rebmann

Die Niederlande ist nicht gerade als Wintersport-Nation bekannt, gehört in einer Disziplin aber dennoch zu den weltweit führenden Ländern – beim Eisschnelllauf. Schnee ist in den Niederlanden traditionell Mangelware, dafür gibt es zahlreiche zugefrorene Flüsse und Seen, die in den Niederlanden auch ihren Beitrag zum Tourismus leisten. Derzeit sind in den großen Städten der Niederlanden so viele Flüsse, Kanäle und Grachten für das Eislaufen geeignet, wie schon seit Jahren nicht mehr.

Das Niederländische Büro für Tourismus mit Sitz in Köln weist zudem darauf hin, dass es neben den Flüssen, Kanälen, Seen und Grachten in den Niederländen noch zahlreiche Natureisbahnen gibt, die von Einheimischen wie Touristen sehr stark frequentiert werden. In Friesland, einer Region in den Niederlanden, nährt das anhaltend kalte Wetter inzwischen sogar die Hoffnung, erstmals seit dem Jahr 1997 wieder eine durchgehende 11-Städte-Tour veranstalten zu können.

An der 11-Städte-Tour beteiligen sich alle elf niederländischen Städte in Friesland sowie Teilnehmer aus dem In- und Ausland. Auf einer Strecke von rund 200 Kilometern gilt es bei der 11-Städte-Tour in Friesland, alle diese Städte auf zugefrorenen Kanälen, Flüssen und Grachten zu passieren. Zu den größten Städten auf diesem eisigen Weg zählen unter anderem Leeuwarden und Heerenveen, eine internationale Hochburg des Eisschnelllaufs.

Maut in den Niederlanden sorgt für Aufsehen

16. November 2009 - Artikel von: Bora Bilgic

Die Regierung in den Niederlanden hat ein neues Gesetz auf den Weg gebracht, das ab dem 1. Januar 2012 in Kraft treten und die bisherige Kfz-Steuer sowie die Mehrwertsteuer in Höhe von 25 % beim Pkw-Kauf ersetzen soll. Anstatt über die Steuern sollen die Autofahrer in den Niederlanden künftig für jeden gefahrenen Kilometer zur Kasse gebeten werden, je nach CO²-Ausstoß und Fahrzeug mit 3 – 7 Cent pro Kilometer. Die Regierung in Den Haag geht nicht nur von Mehreinnahmen in Höhe von bis zu sechs Milliarden Euro aus, sondern sieht in dem neuen Mautsystem auch einen “Staukiller“, wie es ein Sprecher nannte.

Was vor allem bei Umweltverbänden für Begeisterungsstürme sorgen sollte, löst in den Niederlanden das genaue Gegenteil aus. Der Verband “Natuur en Milleu“ äußerste sehr skeptisch über das geplante Mautsystem in den Niederlanden und befürchtet durch die wegfallende Kfz-Steuer eine Begünstigung für den Schwerlastverkehr, der die Umwelt in besonderem Maße belastet. Aber auch die Art und Weise, in der die Abrechnung der Maut erfolgen soll, sorgt in den Niederlanden für Unmut. Jedes Auto wird ab dem 1. Januar 2012 mit einem GPS-Gerät ausgestattet, so dass sich jederzeit nachvollziehen lässt, wo sich das betreffende Fahrzeug gerade befindet.

Offen ist zudem noch, wie in den Niederlanden mit Touristen und Geschäftsreisenden aus dem Ausland verfahren werden soll. Als wahrscheinlich gilt, dass die Nutzung der Straßen und Autobahnen in den Niederlanden für Ausländer kostenlos ist. Andernfalls mussten alle Pkws und Lkws, die durch die Niederlande fahren wollen, ebenfalls mit einem GPS-Sender ausgestattet werden, was sich logistisch eher schwierig darstellen ließe. Auch die Verkehrsexperten aus dem benachbarten Ausland stehen dem neuen Mautsystem in den Niederlanden kritisch gegenüber, da sie eine verstärkte Nutzung ihrer Straßen befürchten, wenn die Niederländer künftig auf dem kürzesten Weg ihr Land verlassen.