Archiv für die Kategorie ‘Ostsee’

Hanse Sail in Rostock mit neuen Highlights

02. Juli 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Die Besucher der Hanse Sail an der Ostsee in Rostock können sich in diesem Jahr auf ein neues Highlight freuen. Wenn die Hanse Sail am 5. August ihre Pforten zur inzwischen schon 19. Auflage öffnet, wird es erstmals auch eine Segel-Regatta von Dänemark über die Ostsee nach Rostock geben. Die Regatta, für die bereits elf Boote ihre Teilnahme verbindlich zugesagt haben, wird als Haikutter-Regatta zur Austragung kommen. Haikutter sind spezielle Boote, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Dänemark entwickelt wurden und über besondere Geschwindigkeitseigenschaften verfügen. Der Start wird am Ostseehafen im dänischen Nysted erfolgen, die Ziellinie wird in Rostock überquert.

Die Hanse Sail gilt als einer der größten Events in ganz Mecklenburg-Vorpommern und ist ein Etappenort der Baltic Sail, die in den Monaten Juli und August in mehreren Städten an der Ostsee Station macht. Nachdem die Baltic bzw. Hanse Sail im Jahr 1991, also kurz nach dem Mauerfall, erstmals veranstaltet wurde, hat sich das Festival an der Ostsee als Treffpunkt für Segelboote, Yachten und Kreuzfahrtschiffe aus aller Welt etabliert. Wie in jedem Jahr findet die Hanse Sail in Rostock auch dieses Mal wieder am zweiten August-Wochenende statt. Erstmals wird die Hanse Sail – dank der Erweiterung durch die Haikutter-Regatta – über fünf Tage gehen. Der Vorhang für die Hanse Sail an der Ostsee in Rostock fällt am 9. August im Hafen der Hansestadt.

Bernsteinwoche auf Usedom

08. April 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Usedom ist eine der bekanntesten und beliebtesten Reiseziele in der deutschen Ostsee. Unmittelbar nach Ostern wartet die Ostseeinsel Usedom mit einer touristischen Premiere der besonderen Art auf. Zum ersten Mal überhaupt findet auf Usedom vom 14. – 18. April die Bernsteinwoche statt. Die vier Bernsteinbäder auf Usedom – Koserow, Loddin, Zempin und Ückeritz – haben anlässlich der Bernsteinwoche an der Ostsee ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie zusammengestellt, das zu einer Ausdehnung des Osterurlaubs an der Ostsee einlädt. Die Vorstellung des gesamten Programms der Bernsteinwoche würde an dieser Stelle sicherlich den Rahmen sprengen, daher sollen hier zwei der zu erwarteten Höhepunkte beispielhaft präsentiert werden. Nähere Informationen können bei Bedarf auf der Homepage der Ostseeinsel Usedom abgerufen werden.

 

Am 17. April (Freitag) öffnet das Strandhotel “Seerose“ in Kölpinsee seine Pforten für einen exklusiven Tanzabend, der passend zur Themenwoche im “Bernsteinsaal“ über die Bühne gehen wird. Zum Abschluss der Bernsteinwoche, am 18. April (Samstag) findet in Koserow im dortigen Ostseebad die Schmuckmesse “Bernstein und Mee(h)r“ statt. Wie das Wortspiel im Namen der Schmuckmesse bereits vermuten lässt, steht in Koserow an diesem Tag nicht nur der Bernstein als Schmuckstück, sondern auch die Ostsee im Mittelpunkt des Interesses.

 

Um den Besuch der Bernsteinwoche auf Usedom noch schmackhafter zu machen, wird allen Touristen, die im Besitz einer Kurkarte sind, bei allen Veranstaltungen im Rahmen der Themenwoche an der Ostsee freier Eintritt gewährt.

Port Olpenitz – größte Ferienanlage Nordeuropas

23. Oktober 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Das Land Schleswig-Holstein plant an der Ostsee eine Ferienanlage, die alle bisher gekannten Dimensionen in Deutschland bei Weitem übersteigen und auch im gesamten nordeuropäischen Raum beispiellos sein wird. Die letzte Hürde nahm Port Olpenitz, so der Name der Ferienanlage an der Ostsee, in der vergangenen Woche. Der Wirtschaftsminister des Landes Schleswig-Holstein gab das 170 Hektar große Baugrundstück in Olpenitz in der Nähe von Kappeln frei, woraufhin sich die ersten Bagger und Planierraupen umgehend an die Arbeit machten.

 

Auf dem Gelände, das ehemals als Marinestützpunkt für die Bundeswehr diente, sollen rund 1000 Ferienwohnungen entstehen, die zu einem geschätzten Stückpreis von ca. 400.000 Euro weiterverkauft werden sollen. Dem Vernehmen nach liegen den Investoren schon jetzt 650 Kaufgesuche aus ganz Europa vor. Neben den Ferienhäusern wird auch eine komplett neue Infrastruktur errichtet, bestehend aus Supermärkten, Hotels, Restaurants uns einem Bootssteg, der von allen Residenten genutzt werden kann. Hinzu kommt ein Yachthafen mit einer Fläche von 80 Hektar und 2.500 Liegeplätzen, womit es sich um den größten privaten Yachthafen der Welt handelt. Das i-Tüpfelchen soll eine Wintersporthalle bilden, in der neben einer Langlaufloipe auch eine Eiskletterwand geplant ist.

 

Die Kosten für Port Olpenitz, das teilweise auch auf künstlich angelegten Inseln in der Ostsee entstehen soll, werden auf 500 Millionen Euro geschätzt. Da Port Olpenitz in einem Naturschutzgebiet gebaut wird, hat der NABU Schleswig-Holstein bereits Klage eingereicht, der allerdings wenig Aussicht auf Erfolg eingeräumt wird. Port Olpenitz soll im Jahr 2012 seine Pforten für Touristen aus aller Welt öffnen.

 

Ostsee-Insel Usedom lockt mit “Wild-Wochen”

04. Oktober 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Die Insel Usedom an der Ostsee ist nicht nur im Sommer bei Badeurlaubern äußerst beliebt, sondern hat auch in der Nachsaison vor allem für kulinarische Feinschmecker einiges zu bieten. Vom 11. – 25. Oktober 2008 finden auf Usedom wieder die alljährlichen “Wild-Wochen“ statt, die neben Herings-Wochen im Frühjahr und den Kartoffel-Tagen im September eines der Highlights im kulinarischen Jahreskalender der Ostsee-Insel darstellen. In diesem Jahr werden sich insgesamt 22 Restaurants an den “Wild-Wochen“ auf Usedom beteiligen und ihren Gästen in dieser Zeit eine liebevoll zusammengestellte Spezialitäten-Karte anbieten.

 

Wildgerichte haben auf Usedom eine sehr große Tradition. Schon im Mittelalter wurde zu festlichen Anlässen mit Vorliebe Wild serviert. Hinzu kommt die Tatsache, dass sich zahlreiche Wildarten, z.B. Reh, Hirsch und Wildschwein, in den Wäldern auf Usedom sehr wohlfühlen. Auch wenn Wild nach Fisch das ganze Jahr über in vielen Restaurants und Gasthäusern am häufigsten serviert wird, verwöhnen viele Küchenchefs ihre Kundschaft im Oktober mit exklusiven Wildgerichten, die es so nur während der “Wild-Wochen“ gibt.

 

Die “Wild-Wochen“ auf Usedom werden auch in diesem Jahr wieder an der bekannten Bansiner Konzertmuschel eröffnet. Um den natürlichen Lebensraum des Wilds noch möglichst lange erhalten zu können, findet auch in diesem Jahr zum Abschluss der “Wild-Wochen“ wieder eine große Bepflanzungsaktion auf Usedom statt. Im Rahmen dieser Aufforstung werden insgesamt 2 Hektar Wald neu angepflanzt und darüber hinaus auch wieder die sogenannten Waldaktien verkauft. Diese Waldaktie kostet 10 Euro und umfasst 10 m² Wald. Die auf dieser Fläche wachsenden Bäume nehmen in etwa soviel CO² auf wie eine vierköpfige Familie während eines Urlaubs auf Usedom ausstößt, wobei die Emissionen der An- und Abreise bereits berücksichtigt sind. 

Deutschland und Dänemark erzielen Einigkeit über Brückenbau an der Ostsee

04. September 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Was lange währte, soll nun endlich gut werden. Mit gut 16 Jahren Anlauf brachten die Verkehrsminister Deutschlands und Dänemarks, Wolfgang Tiefensee und Carina Christensen, die Gespräche über den Bau einer Brücke über die Ostsee am gestrigen Mittwoch in Kopenhagen zum Abschluss. Die 19 km lange und 4,4 Milliarden Euro teure Schrägseilbrücke soll ab 2018 Puttgarden in Schleswig-Holstein und Rödby auf der dänischen Seite miteinander verbinden. Als Termin für den Baubeginn wurde das Jahr 2011 genannt. Als letzte Hürde auf dem Weg zur Realisierung muss das Projekt noch die Zustimmung beider Parlamente finden, was jedoch als Formsache gilt.

 

Die aktuellen Planungen sehen den Bau einer vierspurigen Straße und einer zweigleisigen Eisenbahnlinie, die Skandinavien und Mitteleuropa künftig auf dem Landweg verbinden sollen. Dänemark wird für den Bau, die Finanzierung und den Betrieb der Brücke über die Ostsee übernehmen, während Deutschland die Anschlussmöglichkeiten im Hinterland der Brücke und die Infrastruktur ausbauen wird.

Der Bau der Brücke stößt vor allem bei Vertretern aus Politik und Wirtschaft auf breite Zustimmung. Peter Harry Carstensen bringt es auf den Punkt, wenn er sagt, dass die Ostsee-Brücke nicht nur spürbare Zeitvorteile mit sich bringe, sondern auch hunderte von Arbeitsplätzen in Schleswig-Holstein schaffe.

 

Der Naturschutzbund (NABU) kündigte unterdessen massive Protestaktionen und den Gang durch alle Instanzen an, um die Ostsee-Brücke doch noch zu verhindern. Der Ostseeboden sei schon jetzt auf einer Fläche von 40.000 km² ökologisch tot. Eine Baumaßnahme dieser Größenordnung würde nach Meinung des NABU einen irreparablen Schaden in dem geschützen Meeresgebiet anrichten und sei daher nicht zu verantworten.