Archiv für die Kategorie ‘Ozeanien’

Tahiti Moorea International – Marathon Lauf im Paradies

24. November 2009 - Artikel von: Bora Bilgic

Der Winter wird von Ausdauersportlern, wozu natürlich auch die Freunde des Marathons zu zählen sind, gerne für einen Urlaub unter der südlichen Sonne. Angenehmer Nebeneffekt ist dabei nicht selten, dass in der südlichen Hemisphäre während des europäischen Winters eine Reihe hochkarätiger Marathons und ähnlicher Sport-Events ausgetragen wird. Zu den absoluten Geheimtipps in der Lauf-Szene gehört der “Tahiti Moorea Marathon International“ auf der gleichnamigen Insel im Pazifik bzw. der Südsee. Beide Inseln, sowohl die Hauptinsel Tahiti als auch Moorea, gehören übergeordnet zu Französisch-Polynesien und genießen den Ruf eines ganzjährigen Urlaubsziels in der Südsee.

Der Termin für den nächsten “Tahiti Moorea Marathon International“ hätte mit dem 13. Februar 2010 kaum besser gewählt werden können. Einen Tag vor dem Valentinstag bietet der Marathon auf Tahiti Paaren die perfekte Gelegenheit für einen Liebesurlaub in der Südsee. Wie bei großen Lauf-Events üblich, werden auch beim “Tahiti Moorea Marathon International“ verschiedene Strecken angeboten, die wahlweise über 5 Kilometer (Fun Run), über die Halbmarathon oder Marathon-Distanz führen. Unabhängig von der bevorzugten Distanz führen alle Strecken immer entlang der Küste, so dass das Laufen vor der atemberaubenden Kulisse des Pazifiks zum puren Vergnügen wird.

Frühaufsteher sind beim “Tahiti Moorea Marathon International“ klar im Vorteil, da der Hauptlauf bereits um 4:30 Uhr gestartet wird. Etwas später fallen die Startschüsse für den Halbmarathon (5 Uhr) und den Fun Run über fünf Kilometer (8:30 Uhr). Die Startgebühren liegen mit ca. 20 Euro (Fun Run) bzw. rund 40 Euro (Halbmarathon, Marathon) auf Tahiti vergleichsweise sehr niedrig. Dafür erhält jeder Teilnehmer ein T-Shirt sowie ausreichende Verpflegung in Form von Getränken und frischem Obst an der Strecke. Ein buntes Rahmenprogramm aus Musik, Tanz und sonstiger Unterhaltung rundet diesen Event auf Tahiti, bei dem rund 1.000 Läufer aus aller Welt erwartet werden, ab.

Australien streitet über Kletterverbot am Ayers Rock

08. Juli 2009 - Artikel von: Kai Rebmann

In Australien ist ein heftiger Streit um den Ayers Rock, eine der größten Touristenattraktionen und das wohl bekannteste Wahrzeichen des Landes, entbrannt. An der sehr kontrovers geführten und von verschiedenen Interessen gesteuerten Diskussion beteiligen sich einerseits das australische Tourismusministerium sowie auf der anderen Seite die Ureinwohner, die Mutitjulu, die seit Jahrhunderten rund um den Ayers Rock in der Wüste Australiens leben.

Auslöser des neuerlichen Streits um die einzigartige Felsformation ist die zunächst vorläufige Sperrung des Ayers Rock für Kletterer. Während sich die Mutitjulu für ein unbeschränktes Kletterverbot am Ayers Rock bzw. eine komplette Sperrung des Areals einsetzen, schlägt sich Chris Burns, der Tourismusminister von Australien auf die Seite der sportlich aktiven Touristen aus aller Welt. Für Burns ist die vollständige Schließung des Ayers Rock in Australien nach wie vor kein Thema, wie er am Rande der Diskussion unmissverständlich verdeutlichte.

Der in einem großflächigen Nationalpark gelegene Ayers Rock lockt alljährlich bis zu 350.000 Touristen nach Australien, von denen sich rund 100.000 als Kletterer versuchen. Gleichzeitig wird der Ayers Rock von den Mutitjulu aber auch als heilige Stätte verehrt, weshalb den Ureinwohnern die Kletterei am Ayers Rock ein Dorn im Auge ist. Mutitjulu-Sprecher Vince Forrester führt als Argument an, dass ja auch noch niemand auf die Idee gekommen sei, auf den Vatikan in Rom zu klettern.

Werbekampagne trägt in Queensland üppige Früchte

17. April 2009 - Artikel von: Kai Rebmann

Queensland ist der zweitgrößte Bundesstaat in Australien und eines der beliebtesten Reiseziele auf dem fünften Kontinent. Um die Popularität von Queensland bei Touristen in aller Welt noch weiter auszubauen, hat die regionale Tourismusbehörde (Tourism Queensland) vor einigen Monaten einen Job als Insel-Ranger ausgeschrieben, der in der weltweiten Veröffentlichung als “bester Job der Welt“ angepriesen wurde. Aufgrund der überwältigenden Resonanz, die das in Queensland gestartete Projekt auf der ganzen Welt hervorgerufen hat, wurde die Zahl der Finalteilnehmer, die sich im Mai in Queensland zu einem abschließenden Casting einfinden werden, kurzerhand von 11 auf 16 erhöht.

 

Unter dem Kreis der Bewerber auf den Job als Insel-Ranger in Queensland befindet sich mit Mirjam Novak auch eine Teilnehmerin aus Deutschland. Novak hat die Jury wie 15 weitere Bewerber aus aller Welt mit einer einfallsreichen Vorstellung beeindruckt, so dass sie schließlich nach Australien zum Casting vor Ort eingeladen wurde. Dort wird die Fränkin unter anderem auf eine Mitbewerberin aus Taiwan treffen, die sich die Wildcard sichern konnte, die Tourism Queensland von den Internet-Usern vergeben ließ. Wer rund 150.000 User in aller Welt von sich überzeugen konnte, durfte beim abschließenden Casting in Australien sicherlich nicht mit den schlechtesten Karten ins Rennen gehen.

 

Aufgabe des neuen Insel-Rangers in Queensland wird es vor allem sein, ab Juli die Inseln in dem Bundesstaat sowie das Great Barrier Reef in Australien zu erforschen und ein halbes Jahr lang in einem Internet-Blog möglichst ausführlich und werbewirksam Buch darüber zu führen. Versüßt wird die Rundreise durch Queensland mit einem Gehalt von 75.500 Euro. Da lässt es sich wohl leicht verschmerzen, dass der Job als Insel-Ranger in Queensland bis zum Ende des Jahres befristet ist.      

Neuseelands einzigartige Flora und Fauna ergründet

02. Februar 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Neuseeland gilt bei vielen Touristen als Traumziel für eine ausgedehnte Urlaubsreise. Einer der Gründe hierfür ist die einzigartige Flora und Fauna auf den Inseln, die zu Neuseeland gehören und in dieser Form nicht selten nur auf diesem Fleckchen Erde zu finden sind. Ein international besetztes Team aus Wissenschaftlern hat sich nun an die Erforschung der Entstehungsgeschichte der Flora und Fauna in Neuseeland gemacht und ist dabei auf teilweise überraschende Erkenntnisse gestoßen.

 

Klar war bisher nur, dass Neuseeland wohl das am längsten vom Urkontinent Gondwana gelöste Land ist und sich dadurch insbesondere die Artenvielfalt der hiesigen Tier- und Pflanzenwelt ganz individuell entwickeln konnte. Allerdings sind sich die Wissenschaftler aufgrund der neuen Erkenntnisse inzwischen relativ sicher, dass die Landfläche des heutigen Neuseelands entgegen der bisherigen Vermutungen vor rund 80 Millionen Jahren nicht unter den Meeresspiegel gesunken ist.

 

Zur Untermauerung dieser neuen These zogen die Wissenschaftler ein in Neuseeland gefundenes Fossil der Reptilart Tuatara heran, dessen Alter auf 18 Millionen Jahre geschätzt wird. Wäre Neuseeland vor 80 Millionen Jahren tatsächlich für einige Zeit im Meer versunken, wäre die Neuansiedlung dieser und anderer Tierarten praktisch unmöglich gewesen. Die Tuataras gehören im Übrigen noch heute zur in Neuseeland heimischen Tierwelt, die dort in freier Wildbahn leben.

Australiens Tiefsee viel lebendiger als bisher vermutet

21. Januar 2009 - Artikel von: Kai Rebmann

Im Rahmen eines Projekts des staatlichen Forschungsinstituts CSIRO sind australische und amerikanische Meeresbiologen südöstlich von Tasmanien in ca. 3.000 Metern Tiefe auf eine bisher ungeahnte Lebensvielfalt gestoßen. Dabei wurden die Forscher nicht nur von der Anzahl der Lebewesen, sondern vor allem auch von der Art der Meerestiere überrascht worden. Die meisten Tierarten, die ein Roboter vor der Küste Australiens filmte und fotografierte waren bisher unbekannt. Am häufigsten bekamen die Forscher sogenannte Asselspinnen und fleischfressende Seescheiden vor die Linse ihrer Unterwasserkameras.

 

Ursprünglich waren die Meeresbiologen in dem Meeresgraben vor Australien auf der Suche nach fossilen Korallen, um daraus Rückschlüsse auf Veränderungen des Klimas und der Ozeane ziehen zu können. Statt wie erhofft auf bis zu 100.000 Jahre alte Fossilien zu stoßen, fanden sie nur einige wenige Exemplare, die kaum älter als 10.000 Jahre sein dürften. Dank der Zufallsentdeckung vor der Küste Australiens kann das Projekt dennoch als Erfolg verbucht werden, da sich daraus ganz neue Forschungsansätze für die Meeresbiologen ergeben haben.

 

Die Asselspinnen der Tiefsee sind im Übrigen nicht mit den an Land lebenden Spinnentieren verwandt. Vielmehr handelt es sich dabei um Vertreter der sogenannten Kieferklauenträger. Auch war es den Meeresbiologen in Australien bisher nicht bekannt, dass Seescheiden fleischfressend sein können und sich, wie in diesem Fall, von Fischen ernähren.