Archiv für die Kategorie ‘Russland’

Mit der Transsib durch Sibirien

08. September 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Das Erkunden von Ländern, Regionen und Städten einschließlich der jeweiligen Sehenswürdigkeiten, Kultur und Menschen ist gemeinhin unter dem Sammelbegriff Interrail bekannt. Doch Interrail ist nicht gleich Interrail, wie das Beispiel der Transsib in Sibirien sehr deutlich zeigt. Wer sich für einen Trip mit der Transsib entscheidet, entscheidet sich für ein Abenteuer in der Wildnis Sibiriens und sollte die gängigen Vorstellungen von Interrail am besten schon vor der Ankunft in Moskau über Bord werfen.

In Moskau, der sehenswerten Hauptstadt von Russland, starten in regelmäßigen Abständen zwei Routen der Transsib. Eine Route führt per Zug ab Moskau quer durch Russland und Sibirien, bevor am östlichen Ende der Landmasse von Eurasien das Ziel in Wladiwostok erreicht wird. Alternativ dazu kann mit der Transsib aber auch die Route ab Moskau über Russland, Sibirien und die Mongolei bis nach Peking, der Hauptstadt von China, befahren werden. Auf beiden Routen sind abenteuerlustige Interrail-Fans sieben Tage unterwegs und dürfen sich auf unvergessliche Eindrücke zu beiden Seiten der Wegstrecke einstellen.

Da die Reise mit der Transsib durch Russland und weitere Regionen bzw. Staaten führt, in denen EU-Bürger ein Visum benötigen, sind vor der Abreise noch einige Formalitäten zu erledigen. Das Visum kann direkt bei den jeweiligen Konsulaten in Deutschland beantragt werden, die Tickets für die Transsib können hingegen ganz bequem vor Ort in Moskau gekauft werden.

Moskau rüstet sich für die Zukunft

29. März 2009 - Artikel von: Leoni Zynga

Moskau ist nicht nur die Hauptstadt Russlands, sondern auch eine der Städte in ganz Europa, in denen die Touristenzahlen am stärksten wachsen. Alleine in den letzten zehn Jahren konnte Moskau die Zahl der Touristen annähernd verdreifachen, so dass im Jahr 2008 schon 4,1 Millionen Besucher aus dem Ausland den Weg in Russlands Westen gefunden haben. In dieser Statistik sind die Touristen aus den anderen Regionen Russlands noch gar nicht berücksichtigt.

 

Grigorij Antjufejew, der Direktor des Moskauer Tourismusamts, macht zwar keinen Hehl daraus, dass ihn die positive Entwicklung der letzten Jahre mit Stolz erfülle, stellt aber gleichzeitig klar, dass man sich in der russischen Hauptstadt nicht auf den Lorbeeren ausruhen wolle. Vielmehr habe man in Moskau die Zeichen der Zeit erkannt und treibe eine Reihe von Infrastrukturprojekten voran, die in erster Linie den regionalen Tourismus fördern sollten, so Antjufejew. Als Beispiel führte er den Neubau von rund 300 Hotels an, die in Moskau und Umgebung bis zum Jahr 2015 geplant seien.

 

Weitere Millionenprojekte widmen sich dem Aus- und Neubau von Autobahnen und sonstigen Verkehrswegen für Fußgänger, Radfahrer und motorisierte Fahrzeuge. Im Bereich der Kultur sollen die Museen und Denkmäler in Moskau eine weitere Aufwertung in Form von Neubauten und/oder Renovierungen erfahren. Zu guter Letzt gewährte der Tourismusdirektor von Moskau noch einen Einblick in die Werbestrategie der russischen Hauptstadt. Vorrangiges Ziel sei es demnach, Moskau und Russland in Zukunft verstärkt auf den internationalen Reisemessen zu präsentieren, so wie zuletzt z.B. auf der ITB in Berlin oder der MITT in Moskau geschehen.

Neues Passagierterminal in St. Petersburger Hafen eingeweiht

20. September 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Im Hafengelände von St. Petersburg befindet sich derzeit ein Passagierterminal im Bau. Ein erster Teil des Anbaus in dem Ostseehafen konnte nun fertig gestellt und eingeweiht werden. Das erste Kreuzfahrtschiff, das in den neuen Teil des Hafens von St. Petersburg einlief, war die “Costa Mediterranea“, ein Schiff von Costa Kreuzfahrten. Die “Costa Mediterranea“ weist einen Rauminhalt von 85.000 Tonnen auf und legte an der ersten von insgesamt sieben Anlegestellen an. Den symbolischen ersten Schritt vom Schiff auf den Hafen setzte Anelito Montesarchio, der Kapitän der “Costa Meditterranea“.

 

Die Einweihungsrede im Hafen von St. Petersburg hielt die Gouverneurin Valentina Matvienko. Prominente Zuhörer waren unter anderem Mario Martini, im Vorstand von Costa Kreuzfahrten für die internationale Vermarktung verantwortlich, und Alexander Davydenko, russischer Vizeminister für Transport. Martini zeigte sich erfreut, dass eines seiner Schiffe den Hafen in St. Petersburg einweihen durfte und hob St. Petersburgs herausragende Position unter den Kreuzfahrtdestinationen an der Ostsee hervor. Außerdem könne Russland insgesamt von dem neuen Hafen in St. Petersburg profitieren, sein Unternehmen werde auf jeden Fall verstärkt in Ostsee-Kreuzfahrten investieren, so Martini.

 

Die Dimensionen des künftigen Passagierhafens in St. Petersburg sind in der Tat gewaltig. Derzeit stehen zwei Liegeplätze und ein Kreuzfahrtterminal zur Verfügung. Nach Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2010 werden im Hafen von St. Petersburg auf einer Fläche von 400 Hektar sieben Liegeplätze, drei Kreuzfahrtterminals und ein Fährterminal für Ozeanriesen von über 300 Metern Länge vorhanden sein. Ab Ende 2010 werden im Ostseehafen von St. Petersburg täglich bis zu 12.000 Passagiere abgefertigt werden können.