Thailand eröffnet erstes Pflegeheim für Elefanten
26. November 2009 - Artikel von: Leoni Zynga
Elefanten haben in Thailand eine lange Geschichte, sind in dem Ferienparadies inzwischen aber zu einer bedrohten Tierart geworden. Die Population der Elefanten wird in Thailand auf inzwischen nur noch rund 4.000 Tiere geschätzt, wovon etwa jeweils die Hälfte in Elefanten-Camps und in freier Wildbahn lebt. Früher dienten Elefanten in Thailand in erster Linie als Nutztiere beim Abholzen der Wälder, heute bestreiten die Dickhäuter ihren Lebensunterhalt größtenteils als Touristenattraktion in den rund 20 Elefanten-Camps in ganz Thailand.
Ironie des Schicksals, dass die Elefanten in Thailand beim Holztransport eingesetzt wurden und damit bei der Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums behilflich waren. Inzwischen wurde in Thailand jedoch ein Gesetz verabschiedet, das die Abholzung der Wälder in Thailand stark eingegrenzt. Für die Elefanten in Thailand hat sich mit dem Tourismus danach ein neues Betätigungsfeld erschlossen. Neben den Elefanten-Camps gibt es in Thailand in der Stadt Lampang im Norden des Landes auch ein erstes Heim, in dem alte und kranke Elefanten gepflegt werden und einen stressfreien Lebensabend verbringen dürfen.
Das erste Pflegeheim für Elefanten in Thailand wurde auf einem rund 1,6 Quadratkilometer großen Areal außerhalb der Stadt errichtet und bietet den Dickhäutern naturnahe Lebensbedingungen. Der für Touristen und sonstige Besucher zugängliche Elefanten-Park kann bis zu 200 Elefanten beherbergen, wobei diese maximale Kapazität mit bisher 30 Tieren bei Weitem noch nicht ausgeschöpft ist. Erfahrene Tierpfleger und Tierärzte kümmern sich in Lampang rührend und rund um die Uhr um die Bedürfnisse der “ausgedienten“ Elefanten und erklären interessierten Touristen bereitwillig alles Wissenswerte über die Dickhäuter.