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Hoteliers am Plattensee investieren in Modernisierungen

15. August 2008 - Artikel von: Kai Rebmann

Die Inhaber von Pensionen und Hotels am Plattensee in Ungarn haben zu Beginn der Hochsaison 2008 kräftig in ihre Unterkünfte investiert. Mit dieser für Ungarn bisher beispiellosen Qualitätsoffensive sollen die Touristen aus nah und fern auch in diesem Jahr an den Plattensee bzw. Balaton gelockt werden. Handlungsbedarf sahen die Hoteliers rund um den Plattensee vor allem aufgrund des derzeit sehr starken Forints, der Währung Ungarns, die den Urlaub für ausländische Touristen in Ungarn teurer macht.

 

So wurden von den ungarischen Behörden alleine in den letzten Wochen und Monaten über 300 touristische Unterkünfte in eine höhere Kategorie eingestuft. Den Hoteliers rund um den Plattensee waren die Verbesserungen in ihren Häusern rund 350.000 Euro wert, was in der Landeswährung Ungarns der astronomisch anmutenden Summe von 80 Milliarden Forint entspricht. Gleichzeitig sollte allerdings auch nicht unerwähnt bleiben, dass einige Hoteliers am Plattensee, dem touristischen Oberzentrum Ungarns, die Zeichen der Zeit offenbar nicht erkannt haben. Anders ist es wohl kaum zu erklären, dass etwa 100 Betriebe eine Rückstufung um mindestens eine Qualitätskategorie hinnehmen mussten.

 

Die Billig-Unterkunft ist am Plattensee derzeit höchstens in Gegenden gefragt, in denen wirklich nichts anderes mehr zu bekommen ist. Ebenso lässt sich in diesem Jahr eine stärkere Nachfrage von deutschen Touristen feststellen, die aus den neuen Bundesländern stammen. Dabei handelt es sich in erster Linie um ältere Bürger, die die Zeiten der DDR noch hautnah miterleben mussten und für die ein Urlaub in Ungarn am Plattensee eine der wenigen Möglichkeiten für die Gestaltung des Sommer-Urlaubs war. Während diese Zielgruppe früher mehr oder weniger mangels Alternativen den Weg nach Ungarn wählte, spielt heute der nostalgische Hintergrund eine wesentliche Rolle.