Auswärtiges Amt ruft Türkei-Reisende zur Vorsicht auf!
29. Juli 2008 - Artikel von: Kai Rebmann
Nach den Sprengstoff-Attentaten am vergangenen Sonntag, bei denen in Istanbul 17 Menschen getötet und weitere 150 verletzt wurden, rät das Auswärtige Amt dringend zur Vorsicht. Die Notwendigkeit von Reisen in die Türkei gänzlich Abstand zu nehmen sei aufgrund der allgemein immer noch sehr guten Sicherheitslage zwar nicht gegeben, dennoch sieht sich das Auswärtige Amt dazu veranlasst, vor dem derzeit in der Türkei gegebenen Gefahrenpotenzial zu warnen.
Als Herd für die Unruhen, die außer in Istanbul zuletzt auch in anderen Teilen der Türkei zu spüren waren, werden die andauernden Auseinandersetzungen zwischen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und dem türkischen Militär gesehen.
Als Städte bzw. Regionen in der Türkei mit erhöhtem Gefährdungspotenzial sieht das Auswärtige Amt derzeit Istanbul, Ankara, Kusadasi, Diyarbakir und Cesme.
Die Auseinandersetzungen betreffen in erster Linie den Osten und Südosten der Türkei. Deshalb wurden Teile der Provinzen Mardin, Sirnak, Siirt und Hakkari bis mindestens 12. September 2008 zum Sperrgebiet erklärt. Ein Betreten der gekennzeichneten Gebiete ist in dieser Zeit ohne Ausnahme strikt verboten.
Auch wenn die PKK bisher jegliche Beteiligung an den jüngsten Anschlägen von sich weist, ist von Reisen in den mehr oder weniger umkämpften Osten der Türkei momentan eher abzuraten. Der Westen der Türkei, also die besonders bei deutschen Touristen beliebten Urlaubsregionen des Landes, gilt dagegen als vergleichsweise sicher.